«Das Konzept hat sich bewährt»

In den Räumen der ehemaligen St. Galler Freihandbibliothek ist die Kinder- und Jugendbibliothek Katharinen entstanden. Christa Oberholzer, Leiterin der Stadtbibliothek, zieht nach dem ersten Betriebsjahr eine positive Bilanz.

Drucken
Teilen
Christa Oberholzer Leiterin Stadtbibliothek St. Gallen (Archivbild: Ralph Ribi)

Christa Oberholzer Leiterin Stadtbibliothek St. Gallen (Archivbild: Ralph Ribi)

In den Räumen der ehemaligen St. Galler Freihandbibliothek ist die Kinder- und Jugendbibliothek Katharinen entstanden. Christa Oberholzer, Leiterin der Stadtbibliothek, zieht nach dem ersten Betriebsjahr eine positive Bilanz.

Frau Oberholzer, wie zufrieden sind Sie mit dem ersten Betriebsjahr?

Wir dürfen sehr zufrieden sein. Wir konnten eine beachtliche Zunahme der eingeschriebenen Personen feststellen. Pro Tag besuchten uns durchschnittlich 500 Personen, wodurch wir insgesamt mehr als 250 000 Ausleihen verbuchen durften. Sowohl die Bücherburg für die Kinder als auch die Kaffee-Ecke für Eltern sind oft sehr belebt. Es kommen auch viele Schüler über Mittag oder an den Mittwochnachmittagen, die Playstation spielen oder in der Sofaecke in Gespräche vertieft sind.

Welche Medien werden am häufigsten ausgeliehen?

Von den rund 38 000 Medien, die wir in der Jugendbibliothek Katharinen haben, werden eindeutig am meisten Bücher ausgeliehen. Die Ausleihe von Nonbooks, also zum Beispiel Filme, Musik-CDs oder Hörbücher, ist seit einigen Jahren rückläufig.

Wie kommen die Veranstaltungen bei den Besuchern an?

Besonders gut besucht sind jeweils die Erzählstunden. Wir bieten sie nämlich auch in Fremdsprachen an. Dabei durften wir rund 3000 Gäste begrüssen. Das ist sehr schön für uns. Denn damit wird sowohl das Lesen als auch die Gewohnheit, in eine Bibliothek zu gehen, gefördert.

Etwas verspätet haben Sie ausserdem ein Medienlabor eröffnet. Was muss man sich darunter vorstellen?

Kinder können dort mit Kameras, iPads und Computern experimentieren. In einem angebotenen Workshop machten sie Fotos von kleinen Figuren, die am Computer bearbeitet wurden, um daraus eine Geschichte entstehen zu lassen. Die Nachfrage war gut.

Wie wird es mit der Bibliothek Katharinen weitergehen?

Am 23. April haben wir unser zweites Betriebsjahr gestartet. Das Konzept hat sich bewährt, wie die Zahlen zeigen. Wir möchten künftig auch Vorträge für Eltern anbieten und stärker mit den Schulen zusammenarbeiten. Um Jugendliche weiterhin in der Freizeit zu erreichen, bieten wir beispielsweise FIFA-Turniere auf PS4 an. (rom)

Aktuelle Nachrichten