Das Königreich Guge derzeit in St. Gallen

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Ausstellung «Guge – Vergessenes Königreich in Westtibet», so heisst die aktuelle Tibet-Ausstellung im Historischen und Völkerkundemuseum. Guge liegt im heutigen Nordwestindien und Westtibet. Von dort erfolgte vom 11. Jahrhundert an die Bekehrung Tibets zum Buddhismus. 1947 bereiste der deutsche Gelehrte, Mönch und Künstler Lama Anagarika Govinda die Region um den heiligen Berg Kailash. Er zeichnete die Wandbilder in den Tempeln ab, und seine Pausen sind heute eine wichtige Grundlage für die Restaurierung dieser Tempelbilder. Über seine Expeditionen verfasste Govinda das Buch «Der Weg der weissen Wolken», das im Westen ein Best­seller wurde und Tibet sowie den Buddhismus bekannt machte. Die Aus­stellung in St. Gallen zeigt Zeichnungen und Fotos aus der Govinda-Stiftung in Wien und stellt sie Fotos von heute gegenüber. Auch Buddhafiguren und alte tibetische Handschriften aus der Blütezeit des Königreichs Guge sind zu sehen. Der Deutsche Peter van Ham hat als Gastkurator die Objekte zusammengestellt. Die Ausstellung in St. Gallen ist noch bis zum 11. Juni 2017 geöffnet. (rbe)