«Das Know-how steckt in den Abteilungen»

Nachgefragt

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Die im Herbst gewählte SVP-Stadträtin Claudia Martin musste gleich in ihren ersten Wochen als Exekutivmitglied einen wichtigen Personalentscheid treffen. Seit kurzem ist bekannt: Peter Guler wird Nachfolger von Markus Baer und ist damit schon bald Geschäftsführer der Gossauer Stadtwerke. Mit der Neuorganisation des Unternehmens steckt die Stadträtin bereits im nächsten grossen Projekt.

Peter Guler wird ab 1. Juli die Stadtwerke leiten. Sind Sie erleichtert, einen Nachfolger von Markus Baer gefunden zu haben?

Erleichtert und glücklich. Die Zeit während der Rekrutierung war sehr intensiv. Hinzu kam ja auch das neue Stadtwerkreglement, das im März im Parlament verabschiedet wurde. Im Juni wird das Volk über dieses Geschäft entscheiden, und die neue Organisation tritt Anfang 2019 in Kraft.

Zur Ruhe kommen werden Sie wohl sowieso nicht. Baer hat das Unternehmen per Ende März verlassen.

Das stimmt. Interimistisch leitet Urs Peter, stellvertretender Geschäftsführer und Leiter Dienste, den Betrieb.

Einen fliessenden Übergang wird es so nicht geben. Peter Guler wird sich im Sommer zuerst einmal einarbeiten müssen.

Das betrachte ich auch als Chance. Wenn wir uns gleichzeitig einarbeiten, gehen wir der Sache gemeinsam auf den Grund und sehen etwa auch, wo es Problemstellen gibt oder wo Synergien genutzt werden können.

Guler ist Maschinen- und Wirtschaftsingenieur und derzeit Abteilungsleiter Facility Management beim Kanton. Er hat noch wenig Erfahrungen im klassischen Strom- Wasser- und Gasbusiness.

Das Know-how ist in den Abteilungen des Unternehmens vorhanden. Mit Guler holen wir jemanden, der beste Managementqualitäten hat. Er bringt Führungserfahrung in der Privatwirtschaft mit und leitet eine Abteilung beim kantonalen Hochbauamt. Er kennt die Schnittstellen in Verwaltung, Politik und öffentlichen Unternehmen. Diese Qualitäten waren mir besonders wichtig. Die Stadtwerke erhalten mit dem neuen Reglement Freiheiten, um den Betrieb unternehmerisch weiterzuentwickeln.

Was konkret heisst?

Konkret kann ich noch nichts sagen. Das Unternehmen wird sich weg vom klassischen Grundversorger hin zum modernen Dienstleister wandeln. (ses)