Das ist nur noch schlechter Stil

Maxi-Verlust für Minigolf Ausgabe vom 1. Mai 2015

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LESERBRIEF

Nach überwundener Sprachlosigkeit, welche der unsägliche Tagblatt-Artikel bei mir ausgelöst hat, sehe ich mich genötigt, einige Dinge richtigzustellen. Als das «Weihern unplugged» noch mit Unterstützung der Suchthilfe und des St. Galler Tagblatts als kleines, aber feines, naturnahes und alkoholfreies Festival propagiert wurde, habe ich den Anlass gerne mit dem Gratis-Aushang der Plakate und dem Auflegen von Flyern in der Minigolfanlage auf Dreilinden, unterstützt. Auch der Bitte des Veranstalters, mein benachbartes Geschäft während der Dauer des Anlasses geöffnet zu haben, um auf diesem Weg auch die Bier- und Weinliebhaber bei Laune zu halten, bin ich gerne nachgekommen.

Meine Partnerin und ich haben lange Einsätze an den Wochenenden und Abenden geleistet und das Bier für einen Franken pro Deziliter abgegeben. Bei der letztjährigen Ausgabe haben wir circa 140 Liter Bier frisch gezapft… Wer will, der rechne nach und stelle fest: Von Abzockerei kann keine Rede sein. Und für den «Wegzoll» beim Badi-Eingang sind nicht wir verantwortlich. Die «Befürchtung» der Journalistin, die Existenz der Minigolfanlage stehe mit dem Wegfall dieses Zustupfes aus dem Zusatzgeschäft auf dem Spiel, ist so absurd wie lächerlich und beleidigend.

Unser Angebot wurde genutzt und geschätzt. Kein Mensch wurde von irgendwem gezwungen, zu uns zu pilgern. Auch die Journalistin nicht. Dass sie das Personal als «meist mürrisch» beschreibt, muss wohl mehr mit ihr selbst zu tun haben. Denn, wenn an dem «Mürrischen» tatsächlich etwas dran wäre, wäre ich wohl kaum schon seit über 22 Jahren am selben Ort im Geschäft. Dafür ist der freie Markt zu gnadenlos. Mit dieser Tatsache ist bei nüchterner Betrachtung hoffentlich auch die ebenfalls haltlose Unterstellung der Trittbrettfahrerei aus der Welt geschafft…

Felix Zwicky

Minigolf Dreilinden

Brenden 290, 9426 Lutzenberg

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