«Das ist mehr als eine Busrampe»

ST.GALLEN. Das Stadtparlament spricht sich einstimmig für den Bau einer 5,3 Millionen Franken teuren Zufahrtsrampe zum VBSG-Depot aus. «Sinnvoll» und «nachhaltig» sei diese Investition.

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Die geplante Rampe vor dem VBSG-Depot an der Steinachstrasse. (Bild: Visualisierung: pd)

Die geplante Rampe vor dem VBSG-Depot an der Steinachstrasse. (Bild: Visualisierung: pd)

Ein klares Votum für den öffentlichen Verkehr hat das Stadtparlament an der gestrigen Sitzung abgegeben. In trauter Einigkeit stimmte es für den Bau einer Zufahrtsrampe zum VBSG-Busdepot an der Steinachstrasse. Die neue, dreispurige Rampe soll in Zeiten verdichteter Fahrpläne Rückstaus und Überstunden beim Versorgen der Busse vermeiden helfen.

Kein Persilschein

Weder die Höhe der Investition noch die Tatsache, dass mit dem Bau jene Grünfläche angeknabbert wird, die einst Gegenstand der Volksabstimmung über ein Mummenschanz-Theatergebäude gewesen war, gaben an der Sitzung Anlass zu Diskussionen.

Marcel Rotach betonte für die FDP-Fraktion, dem Vorhaben werde zugestimmt, weil es «sinnvoll» und «nachhaltig» erscheine. Das bedeute jedoch noch lange keinen Persilschein für alle nachfolgenden öV-Anliegen. Im Auge behalten werde man zudem die ersatzlose Streichung von acht Parkplätzen an der Blarerstrasse, die im Rahmen des Projekts für den Individualverkehr geschlossen wird. «Mehr als eine Rampe» sei das, hielt Daniel Stauffacher für die CVP fest: «Kein Schnellschuss, sondern ein echter Mehrwert.» Mit der Zufahrtsrampe einher geht nämlich die Neugestaltung der Grün- und Sportflächen der Volksbadwiese.

Seitens der SP/Juso/PFG-Fraktion meldete Martin Boesch an, die Verantwortlichen bei der Stadt sollten frühzeitig ihre «Hausaufgaben machen» und sich überlegen, ob das Depot an der Steinachstrasse auch längerfristig der richtige Standort sei.

Wert des Parkplatz-Opfers

Stadtrat Fredy Brunner schliesslich wies erfolgreich auf den «Mehrwert» der dreispurigen Zufahrtsrampe hin: «Durch die Einsparung der Überstunden der Buschauffeure wird die Rampe schnell mehr als abbezahlt sein.» Dieser klare Mehrwert sei auch das Opfer von acht Parkplätzen wert. Im übrigen deute vieles darauf hin, dass das Busdepot noch länger als zehn Jahre an diesem Standort bleiben werde. (oh)