«Das ist auch ein Härtetest»

Der regionale 2.-Liga-Verein FC Abtwil-Engelburg startet am Donnerstag in Herisau in die zweite Saisonhälfte. Trainer Peter Zürcher spricht über die Vorbereitung und den Abstiegskampf.

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Peter Zürcher, Ihre Mannschaft nimmt die zweite Saisonhälfte von Rang acht in Angriff. Der Vorsprung auf die Relegationsplätze beträgt lediglich drei Punkte. Kämpfen Sie in diesem Frühjahr gegen den Abstieg?

Peter Zürcher: Ich denke schon. Aber es werden in unserer Gruppe sehr viele Teams gegen den Abstieg kämpfen müssen. Denn die Mannschaften liegen in der Tabelle sehr nahe beieinander.

Zwischen dem Fünftplazierten Flawil und dem Tabellenletzten Romanshorn beträgt die Differenz nur vier Punkte.

Und was heisst das für Abtwil-Engelburg?

Zürcher: Es wird für uns wichtig sein, dass wir sehr gut in die zweite Saisonhälfte starten. Und wenn uns das nicht gelingen sollte, was ich nicht hoffe, dürfen wir nicht den Kopf verlieren. In diesem Fall wäre dann auch das Trainerteam speziell gefordert, weil wir doch eine sehr junge Mannschaft haben. In den vergangenen Saisons war die Ausgangslage jeweils anders.

Wir konnten uns stets nach vorne orientieren. Nun kämpfen wir gegen den Abstieg. So gesehen ist das auch ein Härtetest.

Haben Sie die Ausgangslage während der Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte zum Thema gemacht?

Zürcher: Eigentlich nicht. Ich habe die Tabellensituation nicht gross thematisiert und das Wort Abstieg während der Vorbereitung bewusst nicht in den Mund genommen. Das war aus meiner Sicht auch nicht nötig. Denn vorerst schauen wir nun einfach Spiel für Spiel.

Zudem bietet sich uns ja auch die Chance, noch den Anschluss an das vordere Mittelfeld zu schaffen.

Entspricht die derzeitige Plazierung in etwa Ihren Erwartungen?

Zürcher: Zu Beginn der Saison hatte ich schon gehofft, dass es uns zu einem gesicherten Platz im Mittelfeld reicht. Gut, davon sind wir nach wie vor nicht weit entfernt. Dennoch lautet unser primäres Ziel nun, nicht abzusteigen. Aber eigentlich habe ich schon damit gerechnet, dass die Saison etwas schwieriger wird.

Denn schliesslich haben wir in den vergangenen zwei, drei Jahren das Kader sukzessive verjüngt.

Wie verlief die Vorbereitung?

Zürcher: Wegen des vielen Schnees bot sich uns kaum die Möglichkeit, auf dem Platz zu trainieren. Wir haben vor allem Kraft und zweimal pro Woche in der Halle trainiert. Dabei haben wir uns auch polysportiv betätigt. Wir spielten zum Beispiel Unihockey. Zudem stand auch ein Skiwochenende auf dem Programm.

Gerade weil wir nicht oft auf den Platz konnten, lag mir viel daran, dass die Vorbereitung abwechslungsreich war.

Gab es während der Winterpause Veränderungen in Ihrem Kader?

Zürcher: Es gab nur wenige Veränderungen. Roman Schmid wird uns während der gesamten Rückrunde wegen eines Auslandaufenthalts nicht zur Verfügung stehen. Zudem hat Domenico Dattillo den Verein verlassen.

Haben Sie auch neue Spieler verpflichtet?

Zürcher: Ja, ein Spieler ist während der Winterpause zu uns gestossen. Onur Yazar gehört neu dem Kader an. Er spielte zuletzt beim Ligakonkurrenten Winkeln.

Interview: Markus Scherrer

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