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Das gute Teil versenkt

Übrigens

Es ist ein Gefühl, als ob sich alles im Magen dreht. Der Moment, indem man wie gelähmt erstarrt und sich das Geschehen in Zeitlupe abspielt. Im hohen Bogen klatscht das Iphone 7 – es kostet um die 800 Franken – über die Hafenmauer in den See.

Auf die erste Schockstarre folgt Verzweiflung: Das geliebte Handy ist weg, das Wasser zu kalt, um hinein zu springen. Was also tun? In der digitalen Welt weiss sich der Betroffene zu helfen und wendet sich via Facebook an die «Du bisch vo Rorschach wenn...»-Gemeinde.

Die bittere Realität noch nicht wahrhaben wollend, schöpft der Pechvogel neue Hoffnung: «Suche Hobbytaucher oder so in der Umgebung Rorschach.» Sollte jemand das Iphone auf dem Seegrund tatsächlich finden, gibts einen Finderlohn von 50 Franken. Einfach dürfte die Bergungsaktion wohl nicht werden, zumal sich auf dem Grund vor der Hafenmauer auch anderes ansammelt. Hie und da ist es ein Velo, das im See «entsorgt» wird, massig Bierdosen und -Flaschen werden nach dem letzten Schluck mit einem Kick von der Mauer befördert.

Belustigung erntet der Unglückliche in der virtuellen Welt. Ein Taucher meldete sich aber und bemerkt, dass fürs Tauchen im Gebiet der Hafenmauer eine Bewilligung benötigt werde. Auch sei fraglich, ob das Gerät die Zeit im See überlebt. Hoffentlich verspürt der Betroffene in der handyfreien Zeit immerhin etwas Freiheit und Unabhängigkeit. (jor)

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