Das grösste Parkhaus in der Stadt

Das Baugesuch für die Erweiterung der Parkgarage «UG 24» ist eingereicht worden. Das Parkhaus soll künftig fast 750 Parkplätze aufweisen, davon 322 öffentliche. Anfang 2018 soll es unter dem Namen «UG 25» neu eröffnet werden.

David Gadze
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Iso Senn Architekt und Projektleiter «UG 25» (Bild: Urs Bucher)

Iso Senn Architekt und Projektleiter «UG 25» (Bild: Urs Bucher)

Das Parkhaus «UG 24» am Unteren Graben soll ausgebaut werden. Schon seit längerem ist bekannt, dass das Gebäude ab dem Sommer in die Höhe wachsen wird. Und vor rund zwei Jahren wurde erneut die Idee aufgegriffen, es auch nach unten zu vergrössern. Jetzt liegen die Ausbaupläne auf dem Tisch. Gestern informierte die Projektleitung um den St. Galler Architekten Iso Senn über das Vorhaben. Das Baugesuch liegt ab sofort und bis zum 4. Juni im Amt für Baubewilligungen während der Bürozeiten öffentlich auf.

«UG 24» wird zu «UG 25»

Das neue Projekt basiert auf den Ausbauplänen aus dem Jahr 1999, die aufgrund rechtlicher Hindernisse auf Eis gelegt werden mussten. Das Parkhaus, das aufgrund der Lage am Unteren Graben 25 nicht mehr «UG 24», sondern «UG 25» heissen soll, wird unterirdisch auf sechs Etagen um 531 auf insgesamt 741 Parkplätze ausgebaut. Davon sollen 322 öffentlich bewirtschaftet werden, die übrigen 419 werden privat vermietet. Heute gibt es im «UG 24» 92 öffentliche und 118 private Parkplätze.

Gleichzeitig sollen beim Platztor, an der Müller-Friedberg-Strasse, am Unteren Graben, vor der Grabenhalle sowie an der Kirchgasse und an der Schwertgasse insgesamt 83 oberirdische Parkplätze aufgehoben werden. Die entsprechende Verkehrsanordnungen hat der Stadtrat bereits erlassen (siehe Text «Verkehrsanordnungen und öffentliche Auflagen»). Ausserdem soll auch ein Teil der aufzuhebenden Parkplätze auf dem Marktplatz im «UG 25» ersetzt werden.

Verkehrssituation genau geprüft

Die Auswirkungen auf das «filigrane Verkehrssystem» in der Stadt würden «kaum spürbar sein», sagte Iso Senn. Die Verkehrssituation am Unteren Graben sei «intensiv untersucht worden», betonte auch Verkehrsingenieur Hansjörg Nagel. Die Annahmen zur Entwicklung des Verkehrsaufkommens seien mit der Stadt und dem Kanton getroffen worden. «Dabei haben wir eher an der oberen Grenze des Erwartbaren kalkuliert.»

Nagel versicherte, dass der neue Linksabbieger in die Parkgarage genügend lang sei, um einen Rückstau der wartenden Fahrzeuge in die stadtauswärts führenden Fahrspuren auf dem Unteren Graben zu verhindern. Aus dieser Richtung würden durchschnittlich zwei Fahrzeuge pro Grünphase ins Parkhaus fahren, Platz habe es für sechs. Das würde laut Nagel auch in Spitzenzeiten «gerade so» reichen.

Neuer Fussgängerstreifen

Infolge der künftigen Verkehrssituation muss der Strassenraum vom Platztor bis zum Parkhaus neu gestaltet werden. Um Platz für den Linksabbieger ins Parkhaus zu gewinnen, werden auf der nördlichen Seite das Trottoir und der Velostreifen unter das Vordach des Gebäudes verschoben. Die Tankstelle soll vom Trottoir räumlich abgetrennt und ebenfalls über die Einfahrt in die Tiefgarage beziehungsweise über eine Treppe für Fussgänger erschlossen werden. Der Fussgängerstreifen bei der Böcklinstrasse über den Unteren Graben wird in westlicher Richtung verschoben und neu mit einem Lichtsignal gesteuert. Der Linksabbieger vom Unteren Graben in die Böcklinstrasse wird jedoch aufgehoben.

Die Projektleitung will im Sommer 2016 mit den Bauarbeiten beginnen (siehe Text «In 20 Monaten zum <UG 25>»). Das Parkhaus soll Anfang 2018 eröffnet werden. Die Kosten belaufen sich laut Iso Senn auf rund 40 Millionen Franken. Mit potenziellen Investoren soll aber erst verhandelt werden, wenn die Baubewilligung vorliegt.

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