Das grösste Ei der Welt

In der Sonderausstellung «Allerlei rund ums Ei» zeigt das Naturmuseum St. Gallen das Ei eines madagassischen Riesenstrausses. Es handelt sich um das grösste der Wissenschaft bekannte Ei.

David Gadze
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Im Naturmuseum St. Gallen dreht sich bis 21. April alles um Eier und die Tiere, welche sie legen. Man kann auch Küken beim Schlüpfen zuschauen. (Bild: Urs Jaudas)

Im Naturmuseum St. Gallen dreht sich bis 21. April alles um Eier und die Tiere, welche sie legen. Man kann auch Küken beim Schlüpfen zuschauen. (Bild: Urs Jaudas)

Grosse und kleine, runde und ovale, weisse und farbige: Bis zum 21. April dreht sich im Naturmuseum St. Gallen alles ums Ei. Bereits zum neunten Mal wird vor Ostern die Sonderausstellung «Allerlei rund ums Ei» gezeigt. Ausgestellt sind vom kleinen Kolibri-Ei bis zum 5000mal schwereren Straussen-Ei zahlreiche Exponate aus der rund 7000 Eier umfassenden Sammlung des Naturmuseums.

Ein 30 Zentimeter grosses Ei

Dieses Jahr zeigt das Naturmuseum erstmals seine neueste Besonderheit: Das grösste der Wissenschaft bekannte Ei der Welt, jenes eines madagassischen Riesenstrausses. Es ist etwa 120mal so gross wie ein Hühnerei. Selbst das Ei eines Strausses wirkt daneben äusserst bescheiden.

Die sogenannten Elefantenvögel wurden bereits vor Jahrhunderten ausgerottet, wahrscheinlich auch aufgrund des Verzehrs ihrer Eier durch den Menschen. Dank der finanziellen Unterstützung des Fördervereins konnte das Naturmuseum für rund 8000 Franken ein aus zusammengehörigen Bruchstücken rekonstruiertes Ei kaufen – ein Schnäppchen. Ein ganzes Ei des Madagaskar-Strausses wechselte vor knapp einem Jahr bei einer Auktion in London für rund 100 000 Franken den Besitzer. Museumsdirektor Toni Bürgin ist begeistert vom neuen Exponat: «In dieser Qualität gibt es sie nicht häufig. So ein schönes habe ich selten gesehen.»

Schoggihasen und Kaninchen

Als weitere Besonderheit zeigt das Naturmuseum Hasen, Hühner und Eier aus Schokolade sowie historische Gussformen für ebendiese aus einer privaten Sammlung. Ausserdem sind verzierte Eier und ein Biber mit Hasenmotiven aus der Sammlung des Historischen und Naturkundemuseums ausgestellt.

Zu sehen gibt es aber nicht nur Präparate, sondern auch lebende Tiere. Kaninchen, Zwerghühner sowie frisch geschlüpfte Küken von Hühnern und Wachteln dürften vor allem die jüngeren Besucher ansprechen. In den Brutkästen liegen ausserdem Eier, aus denen aufs Wochenende hin weitere Küken schlüpfen sollen.

Brücke zu nächster Ausstellung

«Allerlei rund ums Ei» soll die Brücke zur nächsten Sonderausstellung schlagen, die Anfang Mai eröffnet wird: «Sexperten – Flotte Bienen und tolle Hechte» widmet sich dann ganz dem Thema Fortpflanzung.

www.naturmuseumsg.ch