Das Gewerbe ist für mehr Steuern

Stadtrat, CVP, Flig, SP und FDP bekommen Unterstützung: Der Gewerbeverein Gossau spricht sich ebenfalls für eine Steuerfusserhöhung um fünf Prozent aus.

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GOSSAU. Steuererhöhungen seien zu keinem Zeitpunkt gewünscht, aber aufgrund der Ausgangslage in Gossau «unumgänglich». Dies schreibt der Gewerbeverein Gossau in einer Mitteilung. Einerseits dürfe die Verschuldung nicht weiter ansteigen, weil damit die Belastung auf spätere Generationen verschoben werde. Anderseits stünden Investitionen an, die für die Entwicklung der Stadt von Bedeutung seien. Und diese Investitionen müssten finanziert werden können. Deshalb spricht sich der Vereinsvorstand für die vom Stadtrat geplante und vom Parlament beschlossene Steuerfusserhöhung um fünf Prozentpunkte aus. «Wenn Gossau auch künftig als eine der wichtigsten Arbeitsregionen im Kanton gelten möchte, sind Investitionen in Infrastruktur und Bauten zwingend.»

An Gossauer Unternehmen

Nur wenn die Rahmenbedingungen stimmten, könnten mittel- und langfristig die Grundlagen für das Gewerbe und die Industrie aufrechterhalten und weiterentwickelt werden. Ein grosser Teil der geplanten Investitionen würde wieder an Gewerbe und Industrie in Form von Arbeitsvergaben und Aufträgen zurückfliessen. Die Stadt Gossau sei für das ortsansässige Gewerbe ein wichtiger Auftraggeber. Der Vorstand des Gewerbevereins werde sich deshalb auch dafür stark machen, dass die Aufträge der Stadt wenn möglich an Gossauer Firmen vergeben werden.

Nicht mehr ausgeben

Gleichzeitig erwartet der Gewerbeverband von Stadtrat und Parlament, dass bei Prozessen auch Einsparungen gemacht werden. «Die Ausgaben dürfen nicht weiter steigen.» Er begrüsst daher die vorgesehene Analyse durch eine externe Stelle. (pd/lom)