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Das Gesicht hat eine Baubewilligung

Heute feiert die Offene Kirche St.Gallen die Vernissage ihres Graffitis zum Thema Weltoffenheit. In der Stadt gibt es auch Kritik an der neu gestalteten Fassade des Gebäudes. Der Verein Wirkraumkirche musste dafür ein Baugesuch erstellen und Auflagen erfüllen.
Katharina Brenner
Die Fassade der Offenen Kirche ziert jetzt ein Graffiti. (Bild: Katharina Brenner)

Die Fassade der Offenen Kirche ziert jetzt ein Graffiti. (Bild: Katharina Brenner)

Seit dieser Woche ziert ein grossformatiges Frauengesicht die Offene Kirche. Der Schutz des Gebäudes war aufgehoben worden, da es in ein paar Jahren einer Erweiterung der Universität St.Gallen weichen soll. Kritiker des Graffitis sagen, dass die ursprüngliche Ästhetik des Gebäudes auch ohne Schutz respektiert und erhalten werden müsse. Für sie stellt das Bild einen zu grossen Eingriff dar.

Der Leiter der Denkmalpflege, Niklaus Ledergerber, sagt, da es sich nicht mehr um ein eingetragenes Objekt in der Liste der schutzwürdigen Bauten der Stadt handle, sei die denkmalpflegerische Argumentation für die äussere Gestaltung nicht mehr bedeutend.

Trotzdem darf der Verein Wirkraumkirche, zu dem die Offene Kirche gehört, mit der Fassade nicht einfach machen, was er möchte. «Wir haben für das Graffiti ein Baugesuch erstellt und eine Baubewilligung erhalten», sagt Intendant Theodor Pindl. Eine der Auflagen sei gewesen, dass die Fassade wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden könne.

Graffiti soll über ein Jahr bleiben

Das hat der Verein vorerst aber nicht vor – im Gegenteil. «Das ganze kommende Jahr soll das Graffiti auf jeden Fall bleiben», sagt Pindl. Dann sehe man weiter. Mit dem Beginn des Bauvorhabens der Universität St.Gallen rechne er in drei oder vier Jahren.

Die Rückmeldungen auf das Graffiti seien gigantisch und überwiegend positiv – unabhängig vom Alter der Betrachter, sagt Pindl. «Die ursprüngliche Idee war, wechselnde Werke auf der Fassade zu zeigen.» Doch dafür fehlten die Mittel. Weil das Motiv bei der Bevölkerung so gut ankomme, aber auch aus Budgetgründen, bleibe es bei diesem einen Graffiti.

Es stammt von Stefan Tschirrer alias Insect, Manu Muttner alias Nust und Dominic Amstad alias Prime. «Die Vorgabe war das Thema Weltoffenheit», sagt Pindl. In der Umsetzung seien die Sprayer allerdings ganz frei gewesen. «Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden», sagt Pindl. Es spiegle das Selbstverständnis der Offenen Kirche sehr gut wider.

Vernissage mit Tanz und Jazz

Heute abend findet die Vernissage des Graffitis statt. Um 20 Uhr wird Pindl in der Offenen Kirche eine Einführung zum Werk geben. Es folgen eine Tanz-Performance mit dem Titel «Grenzen» und ein Apéro, den eine Jazz-Combo begleitet.

Vernissage des Graffitis, Offene Kirche, heute um 20 Uhr

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