Das Geschenk der Familie Büsser

Der Steinacher Max Büsser (1902–1980) war nicht nur als Lehrer in Steinach tätig, er beschäftigte sich auch mit der Kunstmalerei. Die komplette Bildersammlung wurde nun dem Betreuten Wohnen Gartenhof in Steinach vermacht.

Fritz Heinze
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Das Bilderverzeichnis weckt Erinnerungen an das alte Steinach. Auf dem Bild Martin Büsser (von links), Sieglinde Büsser, Marte und Andrea Knöpfel, Leiterin Gartenhof Betreutes Wohnen. (Bild: Fritz Heinze)

Das Bilderverzeichnis weckt Erinnerungen an das alte Steinach. Auf dem Bild Martin Büsser (von links), Sieglinde Büsser, Marte und Andrea Knöpfel, Leiterin Gartenhof Betreutes Wohnen. (Bild: Fritz Heinze)

STEINACH. An seinem Wirkungs- und Wohnort hatte Max Büsser einen hohen Bekanntheitsgrad. Nicht nur die Tatsachen, dass während rund 50 Jahren, von 1921 bis 1971, viele der Schülerinnen und Schüler der Gemeinde Steinach von ihm unterrichtet wurden sowie seine Tätigkeit beim FC Steinach, er war eines der Gründungsmitglieder im Jahr 1962, zeichneten ihn aus. Auch andere Organisationen kamen in den Genuss seiner Mitarbeit, die eindrücklich belegte, dass er mit und für die Gemeinschaft lebte.

Feierliche Übergabe

Doch weitere Tätigkeiten in seiner Freizeit waren malen und fotografieren. Szenen aus dem Dorf und der umliegenden Landschaft gehörten zu seinen Lieblingsmotiven. Max Büsser hatte in den Vereinen und Organisationen für die Öffentlichkeit gearbeitet, gezeichnet hatte er aber stets für sich. Nachdem im vergangenen Jahr im Gartenhof Betreutes Wohnen in Steinach eine Ausstellung mit den Bildern von Max Büsser zu sehen war, fand unlängst in einer feierlichen Übergabe durch Martin Büsser in Begleitung von Sieglinde Büsser Marte und Heidi Käppeli die Übergabe der kompletten Bildersammlung in Form einer Schenkung statt. Martin Büsser, Enkel von Max Büsser, betonte, es sei der Wunsch der Familie, dass die Sammlung als Ganzes erhalten bleibe.

Über 100 Werke

Mit der Schenkung der Bilder sind diese an dem Ort, an dem der Künstler wirkte und lebte. Die Sammlung Büsser umfasst 12 Aquarelle, 87 Tusch- und Bleistiftzeichnungen und 11 Kohlezeichnungen. Gemeindepräsident Roland Brändli zeigte sich erfreut über die Schenkung. «Ich hatte mich nach Bekanntwerden dieses Projektes im Dorf nach Max Büsser erkundigt, alle kennen ihn, er ist im Dorf ein bekannter Mann», sagte Brändli. Verdankt wurde die Schenkung von Michael Aebisegger, dem Präsidenten der Betriebskommission des Gartenhofs Betreutes Wohnen. Er betonte, dass die Bilder, die im neuen Haustrakt ihren Platz finden werden, eine Abwechslung für die Bewohnerinnen und Bewohner bedeuten würden.