Das Gefühl geben, dass jemand da ist

Warum machen Sie bei den Besuchen der Frauengemeinschaft Grub mit?

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Anny Bischof Mitglied der Frauengemeinschaft Grub SG (Bild: Benjamin Manser (Benjamin Manser))

Anny Bischof Mitglied der Frauengemeinschaft Grub SG (Bild: Benjamin Manser (Benjamin Manser))

Warum machen Sie bei den Besuchen der Frauengemeinschaft Grub mit?

Ich bin da so reingerutscht und mache diese Besuche um die Weihnachtszeit seit rund 15 Jahren. Ich denke, dass für alleinstehende und kranke Menschen diese kalte Jahreszeit die schwerste ist. Deswegen sollen die Besuche der Frauengemeinschaft den Leuten das Gefühl geben, dass jemand da ist und an sie denkt.

Wen besucht ihr jeweils? Gibt es da Kriterien?

Ja. Die Alleinstehenden besuchen wir jeweils in den Jahren nach dem Tod des Lebenspartners und ab einem gewissen Alter. Bei den kranken oder beeinträchtigten Leuten sind wir auch auf Hinweise aus dem Dorf angewiesen. Daraus ergeben sich dann jeweils 20 Besuche, die die Frauengemeinschaft jedes Jahr durchführt.

Gibt es auch schwierige Momente?

Natürlich. Es kann auch vorkommen, dass die Leute keinen Besuch wünschen oder dass die Chemie nicht stimmt. In den allermeisten Fällen freuen sich aber die Leute über unsere Besuche. Das spüren wir.

Inwiefern?

Die meisten sagen es direkt, dass sie sich über den Besuch freuen. Vielfach merke ich aber auch, dass die Leute während eines Besuchs aufblühen. Die persönlichen Gespräche und die Freude der Leute geben auch mir etwas zurück. (ibr)

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