Das Fest innerhalb des Fests

Kaum sind die Sommerferien vorbei, folgte am Wochenende eine meteorologische Sommerpause. Immerhin passte das Wetter zum Anlass, welcher am Freitag- und Samstagabend im Festzelt auf dem Marktplatz gefeiert wurde: Dort wurde nämlich bereits das Oktoberfest eingeläutet. Ein Fest innerhalb des St.

David Gadze
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Ausgelassene Stimmung im bayrischen Bierzelt auf dem Marktplatz. (Bild: Benjamin Manser)

Ausgelassene Stimmung im bayrischen Bierzelt auf dem Marktplatz. (Bild: Benjamin Manser)

Kaum sind die Sommerferien vorbei, folgte am Wochenende eine meteorologische Sommerpause. Immerhin passte das Wetter zum Anlass, welcher am Freitag- und Samstagabend im Festzelt auf dem Marktplatz gefeiert wurde: Dort wurde nämlich bereits das Oktoberfest eingeläutet. Ein Fest innerhalb des St. Galler Fests, wenn man so will.

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Und nicht nur das Wetter passt, sondern auch die Musik: Die Münchner Spitzbuam geben einen Schlager nach dem anderen zum Besten. Gegen 22 Uhr ist das Festzelt gut gefüllt, aber bei weitem nicht voll. Der Stimmung tut das keinen Abbruch. Viele Besucher haben schon mehr als «oans, zwoa gsuffa». Die einen schunkeln, andere tanzen und hüpfen ausgelassen auf Festbänken, und wieder andere bilden kurzerhand eine Polonaise. Ein Mann mit bunt blinkenden Hasenohren aus Plüsch schleicht durchs Zelt und lässt sich vom Geschehen mitreissen. Es wird mitgesungen, geklatscht und angefeuert. Auf das obligate «Zige zage zige zage» folgt ein inbrünstiges «hoi hoi hoi».

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Die Münchner Spitzbuam sorgen dafür, dass sowohl der Stimmungs- als auch der Alkoholpegel konstant hoch bleibt. «Die Krüge…», rufen sie dem Publikum zu, während dieses ein glückseliges «Hoch!» zurückschreit und dazu die Plastikbecher in die Höhe stemmt. Immer wieder, immer euphorischer, immer lauter. Und je öfter sich die Krüge leeren, desto besser für die Spitzbuam – nicht etwa, weil dadurch die Stimmung steigt: «Wir werden nach Promille bezahlt», lässt der Sänger die Besucher schmunzelnd wissen. Na dann: Prost!