Das ewig gleiche Lied

«Kioskfrau sagt Adieu», Ausgabe vom 17. März

Matthias Graf
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Um es vorweg zu nehmen: Auch ich gehöre zu jenen rund 40 Prozent, welche drei Viertel zu Rorschachs Steuereinnahmen beitragen, und wenn ich jeweils die Steuerrechnung öffne, hält sich meine Begeisterung in Grenzen. Rorschach steht mit seinem Steuerfuss von 146 Prozent trotz der letztjährigen Senkung schlecht da, schlechter als zuvor, weil die meisten anderen Gemeinden in der Region ihren Steuerfuss noch stärker senken konnten. Und genau hier liegt das Problem, denn selbst wenn in den nächsten Jahren eine weitere kleine Senkung möglich sein sollte, wird sich die Differenz zu den Nachbargemeinden kaum verringern.

Jedes Jahr hören wir dann – wohl nicht nur in Rorschach – das gleiche Lied über die hohen Sozialausgaben. Man zeigt bei den bürgerlichen Parteien mit dem Finger auf Missbräuche mit dem Ziel einer generellen Kürzung der Sozialleistungen. Dies zu Gunsten einer steuerlichen Entlastung für jene, welchen diese zwar nützt, sie aber überhaupt nicht nötig haben. Geflissentlich verschweigt man zudem die durch Steuerhinterziehung und Steuerbetrug ausfallenden Einnahmen, welche wohl den wesentlich grösseren Schaden anrichten.

Ich bin mit Stadtpräsident Thomas Scheitlin einverstanden, dass der Steuerfuss nicht das wesentlichste Kriterium für die Wohnsitzwahl ist und leiste mir Rorschach weiterhin. Es wäre aber Zeit, dass sich auch bürgerliche Politiker im Kantonsrat für einen wirksamen Lastenausgleich zwischen den Gemeinden einsetzen, statt über hohe Sozialausgaben zu jammern.

Matthias Graf

Franklinstrasse 22, 9400 Rorschach

Abschied vom Kiosk

Herzlichen Dank an alle lieben Menschen, die am Kiosk an der Bergstation der Mühleggbahn in St. Georgen vorbei gekommen sind, um sich von uns zu verabschieden. Danke auch für Geschenke, tröstende und liebe Worte. Wir vom Kiosk-Team waren sehr gerne für euch da und danken für die langjährige Treue.

Klara Krüsi

Hinterwies 31, 9042 Speicher