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Das Entweder-oder im Mühlegut

Frühes Aufstehen ist sinnvoll Ausgabe vom 5. März 2016

Sind wir uns voll bewusst, dass es eigentlich nicht nur um eine Entscheidung betreffend Strassenführung geht, sondern gleichzeitig für oder gegen den alten Menschen? Vor 15 Jahren entstand beim Erstbezug der Alterswohnungen im Mühlegut mit der damaligen Warteliste bereits unser heutiges Zukunftsproblem. Der immer älter werdende Mensch möchte möglichst lange selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden wohnen, nicht gleich in ein teures Pflegeheim eintreten. Der Ausbau des Mühleguts zum Modell des betreuten Wohnens mit weiteren Alterswohnungen und neu mit Pflegezimmern, die es bisher in Goldach überhaupt nicht gibt, ist die einzig richtige Lösung. Und die ist ebenso wichtig wie die Verkehrsplanung. Aber wir können nicht den Fünfer und das Weggli haben. Wenn wir die Zukunft unserer Alten für wichtig halten, müssen wir uns gegen die Strassenführung durchs Mühlegut entscheiden. Beides zusammen geht einfach nicht. Alternativen zur Strasse sind bei ernsthaftem Bemühen zu finden. Aber einen anderen Platz für das dringend nötige Altersquartier gibt es im total überbauten Goldach nicht. Und kostenmässig ist ein gut organisiertes Altersquartier doch viel günstiger – für den Einzelnen wie für die öffentliche Hand – als das Verbleiben der Alten in über den ganzen Ort verstreuten, oftmals zu gross gewordenen Wohnungen. Ich wünsche mir für die kommenden Altersgenerationen, dass jetzt richtig entschieden wird.

Ruedi T. Sonderegger Goldermühlestrasse 9

9403 Goldach

Mit Nachtigall statt Wecker aufstehen

Redewendungen, Sprichwörter gehören zu den ältesten Erfahrungswerten der Menschen. «Morgenstund hat Gold im Mund», «Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen», «Den Seinen gibt's der Herr im Schlaf». Aber auch jüngere Sprüche wie: «Du gehst mir auf den Wecker» basieren auf praktischen Erfahrungen, die wir wohl schon alle selber gemacht haben, gerade in der Schule. Es gibt wohl niemanden, der nicht weiss, was ein Wecker ist. Fast alle Menschen besitzen einen Wecker. Stellen wir uns vor, alle Lehrer würden auf ihren Wecker verzichten, sie würden dann aufwachen, wenn sie ausgeschlafen sind. Es gäbe wohl bald nur noch «Spontanunterricht». Fast niemand von uns kann sich einen «Naturschlaf» leisten. Mit den Hühner ins Bett gehen und aufwachen beim ersten Hahnenschrei. Wir machen heute, in dieser durch und durch digitalen und exzessiv beschleunigten Zeit häufig die Nacht zum Tag und umgekehrt. Natürlicher Biorhythmus bräuchte keinen Wecker, höchstens ab und zu eine Nachtigall.

Raffaele Ferdinando Schacher Blumeneggstrasse 52

9403 Goldach

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