Das Bierkartell in der Schweiz

Das Bierkartell war eine Vereinbarung zwischen fast allen Schweizer Brauereien. Es bestand zwischen 1935 und 1991 und erlaubte eine umfassende Marktregulierung.

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Das Bierkartell war eine Vereinbarung zwischen fast allen Schweizer Brauereien. Es bestand zwischen 1935 und 1991 und erlaubte eine umfassende Marktregulierung. Das Kartell stand unter der Führung des 1877 gegründeten Schweizerischen Bierbrauervereins und regelte Gebietszuteilungen, Nebenleistungen an Wirte, Preise und Werbung. Die Vereinbarung legte die Verfahren fest, die für die Gebiets- und Kundenzuteilung, Preisfestsetzung und Streitschlichtung vorgesehen waren, für die Durchsetzung wurde die Schweiz in zehn Distrikte eingeteilt. Der Wirteverband erkannte das Kartell nie formell an, nahm es aber zur Kenntnis und verpflichtete seine Mitglieder, die Vorgaben umzusetzen. Für die Schweizer Bierkultur hatten diese Marktabsprachen das Verhindern von Innovationen und Vielfalt zur Folge. (pd/kar)