Das Baumhaus wird kürzer

ST.GALLEN. Im Dezember 2004 hat die Baupolizei die Überhöhe des Baumhauses festgestellt. Nun, fünfeinhalb Jahre und vier Bundesgerichtsurteile später, wird der Rückbau am Rosenberg gestartet.

Peter Brühwiler
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Operation «Rückbau»: Ein Teil des Gerüsts steht bereits. (Bild: Hanspeter Schiess)

Operation «Rückbau»: Ein Teil des Gerüsts steht bereits. (Bild: Hanspeter Schiess)

Nach unzähligen Entscheiden aller möglichen Instanzen zum «Baumhaus-Streit» hat die Stadt St. Gallen nun den finalen getroffen: Das um 38 Zentimeter zu hoch gebaute Haus am Rosenberg muss ab heute, 1. Juni, rückgebaut werden.

Betondeckel wird abgeschnitten

Darüber zu informieren, wie genau dieser Rückbau angegangen wird, sei nicht Sache des Amtes für Baubewilligungen, sagte dessen Leiter Ernst Michel gestern auf Anfrage. Die Bauherrschaft ihrerseits war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Klar ist, dass der Betondeckel des Hauses rund um den Liftschacht abgeschnitten und tiefer gelegt werden soll. In einem ersten Schritt wird derzeit das Gerüst angeliefert und aufgebaut. Wann der Rückbau abgeschlossen sein muss, wurde nicht festgelegt. Es heisse im Entscheid lediglich, dass die Bauherrschaft «vorwärts machen» müsse, so Michel.

Der Leiter des Amtes für Baubewilligungen ist froh, dass die Bauherren die Kürzung des Baumhauses nun selber vornehmen – ein Entscheid, der sich in den vergangenen 14 Tagen abgezeichnet habe. Wäre er anders ausgefallen, dann hätte die Stadt den Rückbau selber planen und ausführen lassen müssen, was als Ersatzvornahme bezeichnet wird. Da es gegen diese Massnahme Einsprachemöglichkeiten gibt, hätte der Rückbau weiter verzögert werden können.

Gesuch um Aufschub abgelehnt

Der gestern kommunizierte Entscheid der Stadt wurde möglich, nachdem das Bundesgericht Mitte April dieses Jahres ein Gesuch des Baumhaus-Architekten um Aufschub des Teilabbruchs abgelehnt hatte.

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