Dank Schulungen mehr Sicherheit

Bereits zum zweitenmal innerhalb eines halben Jahres ist die Coop-Tankstelle an der Thurgauerstrasse in Rorschach überfallen worden. Sicherheitskonzepte und regelmässige Schulungen lehren Angestellte, sich richtig zu verhalten.

Jolanda Riedener
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RORSCHACH. Ein Mann bedroht mit einer Machete zwei Verkäuferinnen in einem Rorschacher Tankstellenshop und verlangt Geld. Was sich am vergangenen Samstag in der Coop-Pronto-Tankstelle an der Thurgauerstrasse abspielte, ist für das Verkaufspersonal ein Albtraum. Der Räuber konnte später in einem Spital gefasst werden, weil er sich an seiner Machete selbst verletzt hatte (Tagblatt vom 8. September). Solche dramatischen Szenen spielen sich nicht das erstemal in Rorschach ab. Im Rorschacher Tankstellenshop ist es schon öfter zu bewaffneten Überfällen gekommen: In derselben Coop-Tankstelle ist am 21. Februar eine Verkäuferin von einem Mann mit dem Messer bedroht worden. Die Fahndung blieb damals allerdings erfolglos.

Am Abend möglichst zu zweit

Wie können sich die Angestellten von Tankstellenshops vor Überfällen schützen und wie verhalten sie sich richtig? Laut Eliane Stoller, Pressesprecherin der Coop Mineralöl AG, verfügen Coop Pronto Shops über ein sehr gutes Sicherheitskonzept. So werden zur Prävention Kameras eingesetzt, deren Aufnahmen für Beweiszwecke eingesehen werden können und auch der Polizei zur Verfügung gestellt werden. «Die Mitarbeiter werden regelmässig zum Thema Sicherheit geschult», so Stoller. Ausserdem werde das Bargeld fortlaufend abgeschöpft, um zu vermeiden, dass sich sehr hohe Beträge in den Kassen ansammeln. Man empfehle, den Shop abends mit zwei Personen zu besetzen. Der Personaleinsatz liege jedoch im Ermessen des Shop-Unternehmers. Über zusätzliche Sicherheitsmassnahmen in dem mehrfach betroffenen Tankstellenshop äussert sich Coop nicht.

Gelerntes auch umsetzen

Auch beim Tankstellenbetreiber Migrolino verfüge man über die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen, sagt Katharina Plüss von der Migrolino AG. Für die Schulung des Personals sei jeder Unternehmer des Franchisingbetriebs selbst verantwortlich. Markus Frei, Präsident des Verbands Tankstellenshop-Betreiber Ostschweiz, sieht in Schulungen in Zusammenarbeit mit der Polizei ein sinnvolles Mittel, um das Risiko von Überfällen zu minimieren. Oft sei das Problem bei solchen Überfällen, dass sich die Mitarbeiter falsch, entgegen den Weisungen des Betriebs, verhalten. Für Frei ist es kein Zufall, dass dieselbe Tankstelle erneut überfallen wurde.