Dämpfer für FC Rheineck

Der FC Rheineck musste in der ersten Hauptrunde des Würth-Schweizer-Cups die Überlegenheit des FC Köniz anerkennen. Die Städtli-Elf verlor mit 1:7 Toren.

Gerhard Huber
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Die Rheinecker, wie hier Bingöl gegen den Captain Carlos Varela, kämpften beherzt um jeden Ball. (Bild: Ulrike Huber)

Die Rheinecker, wie hier Bingöl gegen den Captain Carlos Varela, kämpften beherzt um jeden Ball. (Bild: Ulrike Huber)

RHEINECK. Richtig gefreut hatte man sich beim FC Rheineck auf diesen Cupfight: auf den FC Köniz aus der Promotion League, der mit Carlos Varela und Jiri Koubsky mit zwei bestens bekannten früheren Super-League-Spielern auf die Stapfenwis kam. Natürlich war Köniz hoher Favorit, doch Rheineck-Trainer Didi Metzler und seine Spieler trauten sich schon zu, die Semiprofis etwas zu ärgern und ihnen Paroli bieten zu können.

Ambitionen erhielten Dämpfer

Doch die Ambitionen der Stapfenwis-Kicker erhielten schon in der fünften Minute einen Dämpfer. Als nämlich bei einem langen Ball aus dem Mittelfeld der Landberner Goalgetter Osmani aus möglicher Abseitsposition allen davonlief und mit einem direkt abgenommenen Heber den ihm entgegenstürmenden FCR-Goalie Rohner düpierte. Kommentar von Coach Didi Metzler an der Seitenlinie: «Eines der dümmsten Tore, die es geben kann.» Tatsächlich kam dieses Tor zu einem ungünstigen Zeitpunkt, wurden doch die Hausherren von Nervosität und Unsicherheit angesteckt.

Beinahe ein Anschlusstreffer

Aus einer solchen Unsicherheit resultierte dann der zweite Treffer der Könizer. Rheinecks Innenverteidiger di Gregorio rutschte aus und machte es Miani leicht, das 0:2 zu erzielen. Bis zur Pause spielten die Hausherren dann mit den Gästen gut mit und kamen kurz vor der Pause bei einem Kopfball von Kijsters und einem Freistoss durch Ibrahimi beinahe zum Anschlusstreffer. Auch in der zweiten Halbzeit war es zunächst kein Spiel, in dem der Klassenunterschied auffallend war. Die Metzler-Truppe wehrte sich nach Kräften und zeigte gefällige Kombinationen, kam aber kaum mehr gefährlich vor das Tor. Anders der FC Köniz, der nach einer Spielstunde durch Rebronja seinen Skore weiter erhöhte. Und Minuten später durch Varela, der aus abseitsverdächtiger Position eine Flanke von links mit dem Kopf verwertete, auf 0:4 stellte.

Noch einmal konnten sich die Stapfenwiser für etwa 20 Minuten der Kanterniederlage entgegenstemmen. Bis dann ab der 85. Minute alle Dämme brachen. Die Gäste dachten, sie wären im Rheinecker Strafraum im Vergnügungspark. Nach Lust und und Laune durften sie ihre Tore erzielen. Wie das 0:5, das der allein am Elfer stehende Varela nach Pass von Walther erzielte. Und sich eine Minute später bei seinem Mannschaftskameraden Walther bedankte, indem er ihm seinerseits einen eleganten Heber auf den Fuss plazierte und dieser zum 0:6 einschoss. Völlig alleingelassen dann auch in der Nachspielzeit Goalgetter Osmani, der Goalie Rohner ein weiteres Mal keine Chance liess.

Munteres Scheibenschiessen

Wie beim Scheibenschiessen fielen die Tore. Da passte es auch, dass in der vierten Minute der Nachspielzeit Berisha im Strafraum von Köniz gefällt wurde und Chiarello den dafür verhängten Penalty zum Ehrentreffer und Endstand von 1:7 versenkte. Trainer Didi Metzler war enttäuscht. Aber nicht von seinen Spielern, die tapfer gekämpft und verglichen mit ihrer Leistung zu hoch verloren hatten, sondern vom Schiedsrichter, der die abseitsverdächtigen Tore eins und vier gegeben hatte. «Bei einer derartigen Schiedsrichtereinstellung bist du als Amateur gegen eine Profimannschaft von vornherein verkauft.»