Dämpfer für die Bishops

Nach dem Startsieg gegen Haute Broye verlieren die ambitionierten Bishops ihr zweites Heimspiel in der NLC. Immerhin erringen die St. Galler mit dem Schlussresultat von 13:17 gegen Solothurn einen defensiven Bonuspunkt.

Dominik Chiavi
Merken
Drucken
Teilen
Erst nach dem deutlichen Rückstand treten die Rugbyspieler der Bishops konzentrierter und frecher auf. (Bild: Michel Canonica)

Erst nach dem deutlichen Rückstand treten die Rugbyspieler der Bishops konzentrierter und frecher auf. (Bild: Michel Canonica)

RUGBY. Die Bishops haben sich für die Saison 2015/16 einiges vorgenommen. «Mit dem aktuellen Kader gehören wir mindestens in die Top drei der Liga», sagte Neo-Trainer Malcolm Frazer. Der Neuseeländer spielte bereits vor einigen Jahren für die Bishops und kehrte auf den Saisonstart zurück. Mit dem starken Spiel gegen Haute Broye von vergangener Woche unterstrichen die St. Galler diese Ambitionen. Gegen Solothurn sollte die Bestätigung folgen.

Die Bishops, die aufgrund einiger Absenzen auf mehreren Positionen umstellen mussten, starteten verhalten in die Partie. Vom Esprit der Vorwoche war wenig zu spüren. Trotzdem gelangen dem erfahrenen Heimteam die ersten Punkte. In der 7. und 15. Minute verwandelte Captain Oliver Baumgartner je einen Penalty-Kick zum 6:0.

Ein Kabinettstück der Gäste

Es waren aber die Gäste aus Solothurn, die das Spiel bestimmten. Sie setzten die Bishops gehörig unter Druck, spielten kraftvoll, schnell und variantenreich. Entsprechend war ihr erster Versuch in der 27. Minute ein Kabinettstück: Nach einem hohen Kick des Scrumhalfs schnappte sich ein Flügelspieler den Ball direkt und rannte an den verdutzten St. Gallern vorbei. Auch der Erhöhungskick landete zwischen den Pfosten, und so stand es zur Pause 6:7.

Nach dem Wiederanpfiff waren es erneut die Solothurner, die gefährlich blieben. Die Bishops wurden konsequent in die eigene Platzhälfte gedrängt und hatten ihre liebe Mühe, die wiederholten Angriffsbemühungen der Gäste abzuwehren. So waren es die Solothurner, die mit einem erfolgreich verwandelten Penalty-Kick in der 46. Minute für die ersten Punkte in der zweiten Halbzeit verantwortlich waren. Noch deutlicher in Rücklage, begannen die Bishops plötzlich konzentrierter und frecher zu spielen.

Gelbe Karte für Bommer

Immer wieder setzten sie Nadelstiche, und nach mehreren kraftvollen Phasen der Stürmer wuchtete sich Ümit Calim in der 59. Minute über die Linie zum ersten Versuch der St. Galler. Captain Baumgartner gelang der Erhöhungskick zur 13:10-Führung. Solothurn steckte nicht auf und powerte weiter. Mehrere Minuten brandeten sie unmittelbar vor dem Malfeld gegen die St. Galler Verteidigung. So unter Druck liess sich Robin Bommer zu einem Foul hinreissen und kassierte dafür die gelbe Karte. Mit einem Mann weniger reichte die Kraft nicht mehr aus, und Solothurn legte den zweiten Versuch zum Schlussresultat von 13:17. «Diese Niederlage gegen Solothurn ist ein Dämpfer», sagte Frazer. «Wir haben trotzdem eine gute Leistung gezeigt und können in zwei Wochen darauf aufbauen. Unser Ziel ist nach wie vor ein Platz unter den ersten drei.» Am 4. Oktober spielen die Bishops um 14 Uhr wieder zu Hause. Dann treffen die St. Galler auf Albaladejo Lausanne.