CVP will «Entwicklung der Stadt sicherstellen»

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Partei Die CVP der Stadt St. Gallen nimmt in einer Mitteilung von gestern Dienstag Stellung zum zweiten Wahlgang in den Stadtrat. Sie dankt Jürg Brunner und der SVP dafür, dass sie mit dem Rückzug aus dem Wahlrennen den Weg «für eine breite, partei- und verbandsübergreifende Koa­lition» freigemacht haben. Die CVP will jetzt «die Verpflichtung» erfüllen, die sich ihrer Meinung nach für sie «aus dem besten Resultat im ersten Wahlgang» ergibt. Das heisst ohne Schwurbel: Die Christdemokraten scharen sich hinter Kandidat Boris Tschirky und rufen die anderen bürgerlichen Parteien sowie die Wirtschaftsverbände der Stadt auf, das Gleiche zu tun.

«Demokratisches Gleichgewicht» erhalten

In der Mitteilung wiederholt die städtische CVP ihre Argumente für die Wahl des Gaiserwalder Gemeindepräsidenten in die St. Galler Stadtregierung und damit zum Nachfolger von Nino Cozzio: «Die langjährige und breite Erfahrung, die Boris Tschirky aus Wirtschaft und Politik mitbringt, sind unabdingbar für eine erfolgreiche Arbeit im Stadtrat. (...) In der jetzigen Ausgangslage ist es aber umso wichtiger, dass auch die Stimme der bürgerlichen Hälfte der St. Galler Bevölkerung im Stadtrat nicht verstummt. (...) Die Wähleranteile und die Sitzverteilung im Stadtparlament zeigen: Die Hälfte der St. Galler Bevölkerung ‹tickt› bürgerlich und will, dass sich die Stadt dynamisch weiterentwickeln kann», heisst es im CVP-Communiqué.

Es dürfe jetzt nicht passieren, «dass die Weiterentwicklung der Stadt dadurch blockiert wird, dass die Zusammensetzung des Parlaments noch weniger im Stadtrat repräsentiert wäre.» Für die CVP wäre das «demokratische Gleichgewicht» erheblich gestört, wenn im Stadtrat vier Vertreterinnen und Vertreter der Ratslinken einem einzigen bürgerlichen Exponenten gegenüber sässen. Als zweiter Bürgerlicher im Stadtrat sei Boris Tschirky ideal: Er sei ein Macher und habe viel Erfahrung damit, wie man Visionen in Realität umsetze, schreibt die CVP. (pd/vre)