CVP traut Marc Mächler mehr zu als Esther Friedli

ST. GALLEN. Wenn es nach der CVP geht, ändert sich die parteipolitische Zusammensetzung der St. Galler Regierung am 24. April nicht. Die Partei wünscht sich FDP-Kandidat Marc Mächler auf dem letzten freien Regierungssitz. Er würde den Kanton «am meisten vorwärts bringen», ist die CVP überzeugt.

Regula Weik
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ST. GALLEN. Wenn es nach der CVP geht, ändert sich die parteipolitische Zusammensetzung der St. Galler Regierung am 24. April nicht. Die Partei wünscht sich FDP-Kandidat Marc Mächler auf dem letzten freien Regierungssitz. Er würde den Kanton «am meisten vorwärts bringen», ist die CVP überzeugt. Sie hatte die drei bürgerlichen Kandidaten Richard Ammann (BDP), Esther Friedli (SVP) und Marc Mächler zum Hearing eingeladen.

Präzise versus vage

Mächler habe die CVP mit «seinen klaren und präzisen Aussagen» überzeugt. Esther Friedli dagegen sei «zu wenig greifbar», ihre Antworten seien «vage» geblieben – das sei beim Parteivorstand auf wenig Verständnis gestossen. Auf die Frage, ob das Frauenargument bei der Kandidatur Friedli nicht zähle, sagt CVP-Präsident Patrick Dürr: «Es wirkt vorgeschoben.» Als weitere Mankos nennt er ihre politische Unerfahrenheit und schwache Verankerung im Kanton.

«Delikate Ausgangslage»

BDP-Kandidat Richard Ammann stehe ihr inhaltlich nahe; die CVP strebe denn auch unverändert eine engere Zusammenarbeit mit der BDP an. «Für eine weitere Vertretung der bürgerlichen Mitte mit der BDP besteht aber kein Anspruch», sagt Dürr. Die CVP schätze die Wahlchancen Ammanns als gering ein.

Die Ausgangslage für den zweiten Wahlgang beurteilt Dürr als «delikat»; «uns war es aber wichtig, eine klare Aussage zu machen.»