CVP startet den Nominationsreigen, SVP tritt definitiv an

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Kandidaturen Am 24. September will die CVP ihren Stadtratssitz verteidigen. Damit war bei ihr von Anfang an klar, dass sie eine Kandidatin oder einen Kandidaten ins Rennen um die Nachfolge von Nino Cozzio schicken wird. Die Nominationsversammlung findet am kommenden Dienstag im Historischen und Völkerkundemuseum statt. Ebenfalls entschieden hat dieser Tage die SVP, im Herbst definitiv mit einer Stadtratskandidatur an den Start zu gehen. Das bestätigte gestern auf Anfrage eine Sprecherin: «Wir haben Kandidierende, darum treten wir an.» Nominieren wird die SVP voraussichtlich Ende Juni.

FDP, SP und grüner Block weiterhin in Warteposition

Wie sich die übrigen Parteien verhalten, also ob es noch weitere Kandidaturen für den freiwerdenden CVP-Stadtratssitz gibt, dürfte nicht zuletzt von der Person abhängen, die die christlichdemokratische Parteibasis am kommenden Dienstag nominieren wird. Entsprechend gibt es bei Freisinnigen, Sozialdemokraten und aus dem grünen Block derzeit keine Neuigkeiten. Bezüglich einer allfälligen eigenen Stadtratskandidatur hat die FDP gemäss Stadtparteipräsident Andreas Dudli auch noch keine Parteiversammlung angesetzt. Die Partei will zu einem späteren Zeitpunkt über ihr weiteres Vorgehen entscheiden.

Die SP erwartet für die Cozzio-Nachfolge weiterhin «eine Kandidatur, die soziale Anliegen ernst nimmt». Diese kann gemäss Stadtparteipräsident Peter Olibet«aus dem sozialen Flügel der CVP oder von den Grünen kommen». Für die SP sei zudem wünschenswert, dass eine zweite Frau in der Stadtregierung Einsitz nehme. Die Partei will nach Vorliegen der Kandidaturen diese prüfen und über das weitere Vorgehen entscheiden.

Keine Neuigkeiten gibt’s bei den Grünen. Entschieden sei nichts, doch sei sie «hoffnungsvoll», dass es doch noch eine Kandidatur geben werde, sagt die grüne Stadtparteipräsidentin Susanne Hoare dazu. Sie bestätigte gestern auch, dass es bezüglich Stadtratsersatzwahl immer noch Gespräche zwischen Grünen und Grünliberalen gibt.

Bei der CVP sind die Gespräche noch nicht abgeschlossen

Bezüglich möglicher Kandidatinnen und Kandidaten geben sich alle Parteien weiterhin bedeckt. Auch wen die CVP nächste Woche für die Ersatzwahl im Herbst auf den Schild heben wird, ist offenbar noch offen. In der Personalfrage sei nichts entschieden, sagte gestern Mittwoch der neue CVP-Stadtparteipräsident Raphael Widmer auf Anfrage: «Wir sind immer noch mit mehreren möglichen Kandidierenden im Gespräch.» Entsprechend plant die Parteileitung derzeit auch keine Medienorientierung zur Vorstellung ihres Vorschlags zuhanden der Nominationsversammlung. Parteibasis und Öffentlichkeit würden darüber am kommenden Dienstag wohl gleichzeitig informiert, sagt Raphael Widmer.

Zwei potenzielle Kandidaten für die Cozzio-Nachfolge haben sich bei den Christdemokraten in den vergangenen Wochen ja bereits selber aus dem Rennen genommen. Martin Würmli, derzeit Stadtschreiber in Zug, sowie Kantonsrat und Stadtparlamentarier Michael Hugentobler haben ihren Verzicht erklärt. Ein möglicher starker Kandidat bleibt der Gaiserwalder Gemeindepräsident Boris Tschirky. Der CVP-Kantonsrat und in der Stadt weiter gut verwurzelte ehemalige Tourismusdirektor würde für Insider eine starke Kandidatur darstellen. Ob er Stadtrat werden will, ist offen. Tschirky werden auch Ambitionen auf die Kantonsregierung nachgesagt.

Wird’s ein Mann oder eine Frau bei der SVP?

Dieser Tage definitiv gefallen ist der SVP-Entscheid, zu den Stadtratsersatzwahlen am 24. September mit einer eigenen Kandidatur anzutreten. Zwar wird gemunkelt, dass bereits auch ein Personalentscheid getroffen worden sei, offiziell bestätigen wollte dies gestern aber niemand. Die Nominationsversammlung findet voraussichtlich Ende Juni statt. Für Insider ist die Chance gross, dass dann Stadtparlamentarier Jürg Brunner zur Nomination vorgeschlagen wird. Als mögliche Kandidatin wurde zwar auch schon Stadtparlamentarierin Sandra Steine­mann gehandelt. Immer mehr zeichnet sich aber ab, dass Stadtparlamentarierin Karin Winter-Dubs wohl nicht zur Verfügung steht. (vre)