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«CVP hat im Wahlkampf versagt»

Die grosse Überraschung bei den Stadtratswahlen: Patrizia Adam (CVP) hat das absolute Mehr gestern nicht geschafft und muss in einen zweiten Wahlgang. Politbeobachter Bruno Eberle erklärt, wie das Resultat der Baudirektorin einzuordnen ist.
Bruno Eberle Politbeobachter (Bild: Urs Bucher)

Bruno Eberle Politbeobachter (Bild: Urs Bucher)

Die grosse Überraschung bei den Stadtratswahlen: Patrizia Adam (CVP) hat das absolute Mehr gestern nicht geschafft und muss in einen zweiten Wahlgang. Politbeobachter Bruno Eberle erklärt, wie das Resultat der Baudirektorin einzuordnen ist.

Der parteilose Markus Buschor wurde souverän wiedergewählt, während Patrizia Adam nochmals antreten muss. Wie beurteilen Sie das?

Die Deutlichkeit von Buschors Wiederwahl ist für mich die grössere Überraschung als die Nichtwahl von Patrizia Adam. Sie hat wohl gedacht, dass ihr Bisherigen-Bonus reicht. Aber auch amtierende Stadträte müssen um jede einzelne Stimme kämpfen. Patrizia Adam und die CVP haben das offenbar nicht realisiert.

Ich habe sie jedenfalls nie an Standaktionen in der Innenstadt gesehen. Das hat sich gerächt.

Ihr Parteikollege Nino Cozzio war aber auch nicht präsenter, dennoch hat er das beste Ergebnis aller Stadträte erzielt.

Nino Cozzio ist viel länger im Amt. Bei ihm stellte sich vielmehr die Frage, ob seine Krebserkrankung eine Rolle spielen würde, positiv wie negativ.

Ist es aufgrund des bürgerlichen Wählerpotenzials nicht dennoch überraschend, dass eine CVP-Stadträtin die Wiederwahl nicht gleich auf Anhieb schafft?

Zum einen ist die CVP nicht mehr so mächtig wie einst. Das haben auch die Stadtparlamentswahlen gezeigt. Zum anderen war Patrizia Adam umstritten. Die CVP hätte das merken und sich zusätzlich anstrengen müssen, um Wähler aus dem bürgerlichen Lager zu mobilisieren.

Was sagen Sie zu Maria Pappas deutlichem Vorsprung gegenüber Marcel Rotach?

Rotgrün hat ein Wählerpotenzial von etwa 40 Prozent. Maria Pappa hat zudem Stimmen aus katholischen Kreisen geholt. Rotach konnte nicht auf die Stimmen von CVP und SVP hoffen. Hätte ihn die CVP unterstützt, wäre er womöglich auf Kosten von Adam gewählt worden.

Wie ist Ihre Prognose für den zweiten Wahlgang?

Die bürgerlichen Parteien werden geschlossen Patrizia Adam unterstützen. Für sie ist die schlimmste Vorstellung, dass es neben Markus Buschor zwei SP-Vertreter im Stadtrat hat. Sofern nur Adam und Pappa antreten, dürfte Adam deutlich wiedergewählt werden. (dag)

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