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CVP erobert Gemeindepräsidium zurück

Nachgefragt

Seit Anfang 2017 waltet Sandro Parissenti als Gemeindepräsident von Berg. Seit Anfang Dezember ist er nicht mehr parteilos, sondern Mitglied der CVP. Was es mit dem Beitritt auf sich hat, und was der 34-Jährige als Parteimitglied künftig vorhat.

Herr Parissenti, klammheimlich sind Sie im Dezember der CVP beigetreten, warum?

Seit Amtsantritt stehe ich im Austausch mit Kollegen aus anderen Gemeinden sowie mit Vertretern von CVP und FDP. Daraus hat sich dieser Schritt schliesslich entwickelt.

Sie hätten also auch die FDP wählen können. Wieso haben Sie sich stattdessen für die Christdemokraten entschieden?

Grundsätzlich war für mich klar, wenn eine Partei, dann eine Mitte-Partei. Von der CVP überzeugt haben mich ihre Werte; die Partei ist zwar offen für wirtschaftliches Wachstum, hat aber auch einen sozialen Fokus.

Als Parteiloser wurden Sie gewählt, als Parteiloser sassen Sie ein Jahr im Gemeinderat. Wieso wollten Sie plötzlich doch noch eine Partei im Rücken?

Es ging mir auch darum, einen Austausch zu pflegen – innerhalb der Partei und über die Gemeindegrenzen hinaus. Auch fällt es mir so einfacher, in der politischen Landschaft Fuss zu fassen.

Ihr Vorgänger Paul Huber gehörte bereits der CVP an. Wäre es nicht einfacher gewesen, von Anfang an für die Partei anzutreten?

Nein, der Entscheid musste zuerst reifen. Der Wunsch nach einer Partei-Zugehörigkeit war für mich nicht von Anfang an da. Im Gegenteil: Ich hatte das Gefühl, dass man sich als Mitglied einer Partei-Parole unterordnen muss. Nun weiss ich, dass einem die CVP in dieser Hinsicht ein breites Spektrum offen lässt.

Bei Ihrer Wahl war der gesamte Gemeinderat parteilos. Sind weitere Mitglieder Ihrem Beispiel gefolgt?

Nein. In Berg ist die Situation ohnehin speziell, da wir keine Ortsparteien haben. Sie haben deshalb nicht dieselbe Wichtigkeit wie in einer grösseren Gemeinde oder in der Stadt. In Berg geht es vorwiegend um Sachthemen und nicht um die Parteizugehörigkeit.

In den vergangenen sechs Jahren hat die CVP allein in den Gemeinden rund um St. Gallen drei Präsidien verloren. Mit ihrem Parteibeitritt hat sie nun immerhin eines zurückerobert. Wollten Sie dieser Entwicklung Gegensteuer bieten?

Es wäre natürlich vermessen zu sagen, ich allein wollte die CVP retten. Aber natürlich verfolge ich diese Entwicklung mit Sorge. Für mich gaben, aber wie gesagt, die Werte der Christdemokraten den Ausschlag für den Beitritt zur Partei. Sie hat Themen im Fokus, die meiner Meinung nach die Gesellschaft weiterbringen können.

Sie sind erst 34 Jahre alt und bereits Gemeindepräsident. Ist die Parteimitgliedschaft auch ein Grundstein für eine politische Karriere auf Kantons- oder Bundesebene?

Das ist für mich heute und morgen kein Thema. Ich will zuerst in Berg einen guten Job machen und in der Gemeinde etwas bewegen – etwa mit dem Projekt «Zukunft Berg 2030». Für die Zukunft schliesse ich eine politische Karriere allerdings nicht aus, da ich Themen sehe, die bis heute politisch nicht aktiv bearbeitet werden – zum Beispiel die Digitalisierung. (nh)

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