COZZIO-NACHFOLGE: Juso wollen mit Andri Bösch in den Stadtrat

Die Jungsozialisten der Stadt St.Gallen lancieren mit Andri Bösch einen Kandidaten für die anstehende Ersatzwahl in den Stadtrat. Und üben Kritik an CVP-Kandidat Boris Tschirky.

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Andri Bösch, Kandidat der Jungsozialisten. (Bild: pd)

Andri Bösch, Kandidat der Jungsozialisten. (Bild: pd)

Drei Kandidaturen sind für die Nachfolge des krankheitshalber aus dem St.Galler Stadtrat zurücktretenden Nino Cozzio (CVP) bereits bekannt: Boris Tschirky (CVP), Jürg Brunner (SVP) und Ingrid Jacober (Grüne) wollen die Nachfolge Cozzios antreten. Zudem haben auch die Grünliberalen eine Kandidatur angekündigt. Seit Freitag ist nun klar, dass auch die Jungsozialisten mit von der Partie sind: Sie heben Andri Bösch auf den Schild.

"Nachdem es die CVP zu unserem Bedauern versäumt hat, eine würdige Nachfolge für Nino Cozzio aufzustellen, die auch sozialen und ökonomischen Anliegen Rechnung trägt, sieht die Juso sich als linke und zukunftsorientierte Partei verpflichtet, ebenfalls für den Stadtrat zu kandidieren", heisst es in einem Communiqué. Es könne nicht sein, "dass eine Mittepartei einen Kandidaten nominiert, der so rechts politisiert, dass er auch in den Reihen der SVP nicht fehl am Platz wäre", so die Juso.

Für die Juso ist klar: "Wir wollen niemanden im Stadtrat, der sich für Rentenalter-Erhöhungen, Sozialabbau, verschärfte Asylpraxis, härtere Einbürgerungsverfahren und gegen Partizipation von Ausländern einsetzt." Der 20-jährige Andri Bösch repräsentiere einen Aspekt der Stadt, den die anderen Kandidierenden nicht abdeckten, erklärt Andrea Scheck, Vorstandsmitglied der Juso Stadt St.Gallen. "Er steht ein für ein urbaneres, echtes St.Gallen, in dem alle Städterinnen und Städter Platz haben." (pd/red.)