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Comedy mit speziellem Charme

Mit «Das Beste zum Feste» hält der Comedyexpress Rückschau auf die letzten zehn Jahre. Das gab am Samstag auf Schloss Dottenwil viel zu lachen.
Gisela Tobler
Eigentlich will Handwerker Olli nur die Lampe reparieren, aber er landet unfreiwillig als Patient im Spitalbett. (Bild: pd)

Eigentlich will Handwerker Olli nur die Lampe reparieren, aber er landet unfreiwillig als Patient im Spitalbett. (Bild: pd)

WITTENBACH. Die Vorbereitungen für die grosse Jubiläumsparty laufen auf Hochtouren, doch schon beim Aufhängen der Ballone beginnen die Probleme. Der Chef ist mit der Leistung seiner Bautruppe gar nicht zufrieden und weist zwei Arbeiter an, für Ordnung zu sorgen. Die trinken aber lieber Wein, beschmieren sich mit Schlagrahm und schliesslich bekommt einer noch einen Topf mit Spaghetti über den Kopf gestülpt. Herrlicher Slapstick im Stil von Laurel und Hardy. Das Publikum im voll besetzten Saal auf Schloss Dottenwil amüsiert sich köstlich.

Mit Down-Syndrom und Clown

Es sind die Darsteller, die mit ihrem besonderen Charme die Herzen der Zuschauer berühren. Trotz oder gerade wegen ihrer Behinderung – die meisten haben das Down-Syndrom – spielen sie mit erfrischender und unbekümmerter Natürlichkeit. Mit auf der Bühne steht auch Olli Hauenstein, europaweit bekannter Komiker und Clown, der 2004 zu Comedyexpress stiess und seither einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg dieses integrativen Theaterensembles leistet. Zusammen mit Produktionsleiter Peter Wenk und Assistentin Ambrosia Weisser hat er das Jubiläumsprogramm «Das Beste zum Feste» inszeniert, das zur Feier des zehnjährigen Bestehens von Comedyexpress mit einem Querschnitt durch die erfolgreichsten Eigenproduktionen beste Unterhaltung und jede Menge Situationskomik bietet.

Kabelsalat und Geld waschen

Herrlich mit anzusehen, wie umständlich und unbeholfen die zwei Handwerker ein Kabel ausmessen. Während der eine vergeblich versucht, das Verlängerungskabel fachmännisch einzustecken, verknotet der andere kurzerhand die beiden Enden, und siehe da, die Lampe brennt wieder. Dann, nach etlichen skurrilen Situationen, wird Elektriker Olli für einen Patienten gehalten und landet im Spitalbett.

Nach der Pause werden köstliche Büroszenen parodiert. Der Chef wird in flagranti mit seiner Sekretärin erwischt und ein tolpatschiger Mitarbeiter schiebt den Brief in den Aktenvernichter statt ins Faxgerät. Ein überaus gelungener Gag ist die vollautomatische Kaffeemaschine. Nach Knopfdruck wird die Kaffeetasse von einer Hand durch die Öffnung gereicht. Genauso werden Zucker und Milch nachgeliefert, wobei die Milch von einem Kuh-Euter in Form eines rosa Gummihandschuhs in die Tasse gemolken werden muss. Herrlich auch die Szene, als Kaffee über Geldscheinen ausleert, worauf sich alle bemühen, das Geld wieder zu säubern. Dem verdutzten Vorgesetzten entgegnen sie: «Hallo Chef, wir sind gerade am Geld waschen.» Dann herrscht Aufregung, weil sich zum Jubiläum das Fernsehen angemeldet hat. Wegen Hochwasser fällt dieser Besuch buchstäblich ins Wasser. «Halb so schlimm», so die einhellige Meinung, «unsere wichtigsten Gäste, nämlich unser sehr verehrtes Publikum, ist da, das ist die Hauptsache.»

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