Clubhaus ist jetzt barrierefrei

Das Clubhaus des Yacht Clubs Arbon ist rollstuhlgängig geworden. Ermöglicht hat dies eine Schar Freiwilliger. Sie wurden zum Dank von Kantonsrätin Gabi Badertscher bekocht.

Claudia Schmid
Drucken
Teilen

ARBON. Zum Helferessen eingeladen hatte der Verein Sailability.ch. Seit seiner Gründung im Jahre 2006 ist die Bindung zum Yacht Club Arbon (YCA) besonders eng. Während der Kurswochen für Menschen mit einer Behinderung darf er das Clubhaus unentgeltlich benutzen und kann auch auf personelle Synergien und Sicherungsboote zählen.

Auf offene Ohren gestossen

Diese Kooperation führte dazu, dass sich die Verantwortlichen der beiden Vereine dazu entschlossen, das Clubhaus barrierefrei umzugestalten.

«Unser Yachtclub will nicht nur einem kleinen Kreis Segelbegeisterter offen stehen. Wir möchten eine möglichst vielfältige Schar von Seglerinnen und Seglern jeden Alters ansprechen», betont Rolf Niederer, der den YCA seit drei Jahren präsidiert. In diese Idee passe auch das Konzept des Vereins Sailability.ch, der sein Angebot an Menschen mit einer Behinderung richte.

Laut dem Clubpräsidenten segeln bei den YCA-Junioren zwei junge Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind. «Da liegt es eigentlich auf der Hand, dass unser Clubhaus barrierefrei zugänglich sein sollte», erklärt er. Rolf Niederer stiess mit seinen Umbauplänen sowohl bei den Clubmitgliedern als auch beim Verein Sailability.ch auf offene Ohren. Letzterer erklärte sich bereit, für die finanzielle Absicherung des Projektes besorgt zu sein.

Grossrätin als Gastköchin

Die Umbauarbeiten nahmen die beiden Vereine diese Saison in Angriff. Beim Zugang zum Grundstück und zum Clubhaus ersetzten sie Schwellen durch Rampen, verbreiterten die Türen für den Zugang zu den Nasszellen und gestalteten einen Teil der sanitären Anlagen behindertengerecht um. «Den grössten Teil der Arbeiten übernahmen freiwillige Helferinnen und Helfer.

Türverbreiterungen und die Installation der sanitären Anlagen mussten wir aber Baufirmen übertragen», erklärt Sailability-Präsident Willi Lutz. In der Stiftung «Denk an mich – Ferien für Behinderte» und der MBF foundation fand er Organisationen, die das Projekt finanziell unterstützten.

Als Dank für den Einsatz lud der Verein Helferinnen und Helfer zum Abendessen ins Clubhaus ein.

Sie erhielten von Gabi Badertscher, Mitglied des Grossen Rates des Kantons Thurgau, Kürbissuppe, Wildspezialitäten und Kuchendessert kredenzt. Angefragt wurde sie von der Vizepräsidentin des Vereins Sailability.ch. «Als mir Theres Suter vom Ziel und Zweck des Vereins erzählt hat, habe ich keinen Moment lang gezögert. Ich finde es grossartig, dass er Menschen mit einer Behinderung das Segeln ermöglicht», betonte die Hobbyköchin und Seglerin.