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Christen lassen es krachen

ST.GALLEN. Am Wochenende finden in St.Gallen die allerersten christlichen Musiktage statt. Über 1000 Musiker geben auf acht Bühnen 80 Konzerte. In Form eines Abschlussgottesdienstes wird ausserdem der gesamtschweizerische «Cantars Schlusspunkt» gesetzt.
Kathrin Reimann
Christliches Feuerwerk aus den Niederlanden: Die Band Trinity spielt Musik zum Tanzen. (Bild: pd)

Christliches Feuerwerk aus den Niederlanden: Die Band Trinity spielt Musik zum Tanzen. (Bild: pd)

Ein Blick ins Programmheft der allerersten christlichen Musiktage, die am Samstag und Sonntag auf dem Olma-Areal sowie in der Stadtkirche St. Laurenzen über die Bühne gehen, zeigt Unerwartetes: So findet man neben Klassik, Gospelchören und Brassbands auch eine Pop- und Singer/Songwriter-Bühne, eine Rap-Halle, einen Pop- und Rockbereich und eine «Late Night»-Jazz-Halle. Zudem finden verschiedene Workshops und Konzerte für Familien statt. «Wir möchten die Vielfalt der christlichen Musik zeigen und ausserdem ein riesengrosses, freudiges Fest feiern», sagt Boas Ruh vom Organisationsteam. Damit die Musik als christlich bezeichnet werden kann, müsse sie einerseits Freude bereiten, andererseits die Ehre vor Gott zum Inhalt haben. «Hinter dem Anlass steht der Christliche Musikverband Schweiz, den es schon seit über 100 Jahren gibt. Mit den Musiktagen will er sich öffnen und gleichzeitig auch den Besuchern die Chance geben, Neues zu entdecken.»

Bekannter Komponist

Als Höhepunkt des Anlasses gilt die «Amazing Praise Night» am Samstag. Dabei steht Edwin Hawkins, der Komponist des weltbekannten Hits «Oh Happy Day», auf der Bühne. Der US-Amerikaner, der die Gospelszene weltweit geprägt hat, tritt mit Band und Chor auf. Ausserdem ist mit Brian Doerksen aus Kanada ein Komponist und Interpret von vielen neuen geistlichen Liedern zu Gast, wie Boas Ruh sagt. Doerksen komme zum ersten Mal mit seinem neuen Projekt «The Shiyr Poets» nach Europa. «Die junge Band Trinity aus den Niederlanden macht danach Musik zum Tanzen», sagt Ruh. Bei ihrem Latin-Folk-Pop werde es schwierig werden, ruhig sitzen zu bleiben. «Die jungen Musiker zünden ein Feuerwerk, welches viele Festivalbühnen Europas bereits angesteckt hat.»

Dass es bei der satten Anzahl von 80 Konzerten schwierig ist, alles zu erfassen, ist Boas Ruh klar. «Vieles läuft gleichzeitig, deshalb haben wir die acht Bühnen thematisch unterteilt», sagt er. So könne jeder seine Lieblingskonzerte schauen gehen, sich aber auch auf musikalisch unbekanntes Terrain wagen.

Geladen zum Fest des Glaubens

Zwölf dieser achtzig Konzerte sind Teil des Kirchenklangfestes «Cantars», welches zweieinhalb Monate lang in der ganzen Schweiz für musikalische und kulturelle Höhepunkte gesorgt hat. Nach 35 Tagen mit 440 Veranstaltungen findet am Sonntag um 11 Uhr auf dem Olma-Areal der grosse Schlusspunkt in Form eines Festgottesdienstes unter dem Motto «Eingeladen zum Fest des Glaubens» statt.

Mit dabei ist der Kirchenratspräsident der Evangelisch-reformierten Kirche St.Gallen, Pfarrer Martin Schmidt, sowie Abt Urban Federer vom Kloster Einsiedeln. Durch den Gottesdienst führen SRF-Moderatorin Ladina Spiess und ihr Mann, Matthias Spiess von der Evangelischen Allianz Schweiz. Zu diesem Gottesdienst werden Hunderte Sängerinnen und Sänger, Blasmusikerinnen und Blasmusiker, ein grosser Ansingchor, eine Band und ein Jugendsinfonieorchester erwartet.

Regelmässige Durchführung

Ruh rechnet damit, dass die Musiktage in St.Gallen von mehreren Tausend Menschen aus der Deutschschweiz und den Nachbarländern besucht werden. «Deshalb ist die Ortswahl auf St.Gallen und die Olma-Hallen gefallen.» Hier sei ausreichend Platz für die erwarteten Gäste vorhanden. «Ausserdem können Konzerte gleichzeitig stattfinden, ohne sich zu stören», sagt Ruh. Man könne sich vorstellen, die christlichen Musiktage in regelmässigen Abständen auch in Zukunft durchzuführen, wann und wo ist noch unklar.

www.chmt15.ch

Boas Ruh Organisationsteam Christliche Musiktage (Bild: pd)

Boas Ruh Organisationsteam Christliche Musiktage (Bild: pd)

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