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CHORMUSIK: Tablater singen zur Reformation

Werke von Schein, Schütz und Distler singt der Tablater Konzertchor St. Gallen im März in Konzerten im Rahmen des Reformationsjubiläums. Am 17. März gastiert der Chor in der ev. Kirche Buechen-Staad.
Peter Surber
Der Tablater Konzertchor St. Gallen singt Konzerte zur Reformation, davon eines in Buechen Staad, (Bild: zVg)

Der Tablater Konzertchor St. Gallen singt Konzerte zur Reformation, davon eines in Buechen Staad, (Bild: zVg)

Peter Surber

redaktionot@tagblatt.ch

Der St. Galler Reformator Joachim von Watt (Vadian) hat den Gesang in der Kirche einmal als «Getümmel vieler zugleich Singender» und als «Lärm, der die Luft prügelt» kritisiert. Dennoch hat sich der Chorgesang im reformierten Gottesdienst rasch durchgesetzt – und dies statt in Latein in der Volkssprache: Musik sollte und wollte Verkündigung und Predigt sein.

Solche «Musik als Klangrede» steht im Zentrum des Programms, das der Tablater Konzertchor St. Gallen im März im Rahmen des Reformationsjubiläums in Buechen-Staad singt.

Alte-Musik-Spezialistinnen begleiten den Chor

Von Johann Hermann Schein (1586-1630), als Thomaskantor ein Vorgänger von J. S. Bach, erklingt eine Auswahl aus dem Zyklus «Israelsbrünnlein» – das Werk gilt als Geburtsstunde des deutschsprachigen Barock. Höchst bildhaft und emotional sind auch die doppelchörigen Psalmvertonungen des mit Schein befreundeten Heinrich Schütz (1585-1672): «Aus der Tiefe ruf ich, Herr, zu dir» und «Singet dem Herrn ein neues Lied». Den Bogen zur Kirchenmusik des 20. Jahrhunderts schlagen Hugo Distlers (1908-1942) Motetten «Das ist je gewisslich wahr» und «Ich wollt, dass ich daheime wär».

Eine heutige, fragende und überkonfessionelle Stimme kommt neben der Musik mit lyrischen Zwischentexten zu Wort, unter anderem vom iranisch-deutschen Dichter SAID und von Ingeborg Bachmann.

Die «Tablater» werden in diesem so intimen wie intensiven Programm von ausgewiesenen Alte-Musik-Spezialistinnen begleitet: Marie-Louise Dähler (Orgel), Bettina Messerschmidt (Cello) und Maria Ferré (Laute). Die Gedichttexte spricht Anja Tobler, Schauspielerin am Theater St. Gallen. Leitung: Ambros Ott. Für das Konzert vom Samstag, 17. März, 19.30 Uhr, in der ev. Kirche Buechen-Staad gibt es keinen Vorverkauf, freie Platzwahl mit angemessener Kollekte.

Hinweis

Weitere Konzerte: Sonntag, 18. März, 17 Uhr Kirche St. Mangen St. Gallen.www.tablater.ch

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