Chinesen blieben wegen Terrorangst zu Hause

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Rückgang Nicht nur im asiatischen Markt konnte St. Gallen-Bodensee Tourismus 2016 zulegen. Auch im Hauptmarkt der Tourismusregion, bei den Schweizerinnen und Schweizern, konnte ein Zuwachs verzeichnet werden. 30 000 Logiernächte mehr von Gästen aus dem Inland waren es 2016 im Vergleich zum Vorjahr – eine Zunahme von rund 16 Prozent. Über die Gründe für den Anstieg lässt sich nur mutmassen. Für Martina Kaiser ist die Zunahme von inländischem Tourismus in St. Gallen im gesamtschweizerischen Kontext zu betrachten. Kleinere, städtische Destinationen seien 2016 beliebt gewesen, während grössere Städte eher Mühe hatten, sich auf hohem Niveau zu bestätigen. Das könne zum Beispiel daran liegen, dass die kleineren Destinationen bei Schweizer Touristen weniger bekannt seien als die Grossstädte – und deshalb 2016 verstärkt bereist wurden.

Obwohl bei asiatischen Gästen eine Zunahme zu verzeichnen ist, wurde bei den chinesischen Reisenden ein Rückgang registriert. «Das liegt einerseits an strengeren Visa-Bestimmungen, andererseits an der Terrorangst», sagt Kaiser. Chinesen seien in dieser Beziehung sehr sensibel. Viele hätten deshalb im vergangenen Jahr auf eine Reise nach Europa verzichtet. Der Rückgang in der Region St. Gallen-Bodensee sei mit rund knapp acht Prozent aber geringer als in anderen Tourismusregionen der Schweiz. (ghi)