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Chance für den «Appenzeller Tunnel»?

Mit dem Astra-Vorschlag einer Teilspange keimt beim Quartierverein Riethüsli neue Hoffnung auf. Seit langem kämpft man dort für einen Entlastungstunnel zwischen A1 und Liebegg. Doch Kanton und Stadt winken ab.
Verkehr auf der Teufener Strasse. (Archivbild: Benjamin Manser)

Verkehr auf der Teufener Strasse. (Archivbild: Benjamin Manser)

Beim Quartierverein Riethüsli freut man sich über den Vorschlag des Bundesamtes für Strassen (Astra). Die Variante der Teilspange von der Stadtautobahn zum Güterbahnhof lässt im Quartier die Hoffnungen auf einen «Appenzeller Tunnel» neu aufleben. 2011 waren für die Idee einer unterirdischen Verbindung zwischen Riethüsli und A1 über 2000 Petitionsunterschriften zusammengekommen.

Autotunnel ins Riethüsli ziehen

Ginge es nach Quartiervereinspräsident Hannes Kundert, könnte man die Teilspange nun bis zur Liebegg weiterziehen, um den Autoverkehr auf der Teufener Strasse zu reduzieren. Für diese Lösung spricht laut Kundert auch, dass die Südspange wohl nicht gebaut wird und somit einem «Appenzeller Tunnel» nicht wie vom Kanton befürchtet in die Quere kommen könne. «Vom Geld, das mit der Teilspange gespart wird, sollten doch für den Tunnel ein paar Franken übrigbleiben», sagt Kundert. Zudem sei mit der Teilspange noch mehr Verkehr auf der Teufener Strasse zu befürchten, was ein Entlastungstunnel vom Riethüsli zur A1 nur noch dringender mache.

Beim Kanton möchte man zur Idee Kunderts keine Stellung nehmen: «Die Frage hat keine Priorität», sagt Kantonsingenieur Urs Kost. Erst müsse der Vorschlag des Astra geprüft werden. «Wichtig ist, dass wir gegenüber dem Bund mit einer Stimme auftreten werden». Bis dahin sei es nicht sinnvoll, über Nebenschauplätze zu diskutieren.

Stadt St. Gallen winkt ab

Für die Stadt hat sich die Ausgangslage für den gewünschten Entlastungstunnel mit dem Vorschlag des Bundes nicht verbessert. «Nur rund ein Drittel der Fahrzeuge, die auf der Teufener Strasse unterwegs sind, fahren zur Autobahn», sagt Alfred Kömme, Bausekretär der Stadt St. Gallen. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis würde daher weiterhin nicht stimmen, ein Tunnel sei «völlig unrealistisch».

Hannes Kundert, der den Tunnel als «einmalige Chance» sieht, will die Hoffnung dennoch nicht aufgeben. Er hofft weiter, Kanton und Stadt noch überzeugen zu können. (ses)

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