Carsharing-Plattform: Auto mit Nachbarn teilen

«In der Schweiz stehen Autos im Durchschnitt 23 von 24 Stunden ungenutzt herum», sagt Eva Luethi, Geschäftsführerin der Carsharing-Plattform Sharoo. Auf dieser können Autobesitzer ihre Fahrzeuge vermieten und so die Standzeiten effizient nutzen.

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«In der Schweiz stehen Autos im Durchschnitt 23 von 24 Stunden ungenutzt herum», sagt Eva Luethi, Geschäftsführerin der Carsharing-Plattform Sharoo. Auf dieser können Autobesitzer ihre Fahrzeuge vermieten und so die Standzeiten effizient nutzen. Seit einem Monat gibt es das Angebot in Zürich, Bern und Luzern. Am kommenden Montag wird es auch in St. Gallen lanciert.

Sharoo ist ein Projekt der Migros, der Mobiliar sowie des Carsharing-Anbieters Mobility. Der grundsätzliche Unterschied zwischen Mobility und Sharoo besteht laut Eva Luethi darin, dass Mobility über eine eigene Fahrzeugflotte verfügt, während bei Sharoo ausschliesslich Privatpersonen ihre Autos vermieten. Das sei insbesondere ideal für Carsharing mit Leuten, die in unmittelbarer Nähe wohnen. Schlüsselübergaben sind dabei nicht nötig: Wer sein Auto auf Sharoo vermieten will, lässt sich zuerst eine sogenannte «Sharoo Box» in sein Fahrzeug einbauen. Diese ermöglicht Mietern, das Auto über eine App zu öffnen und zu schliessen – natürlich nur innerhalb des online gebuchten Zeitraums. Der Einbau der Box kostet 399 Franken. Pioniergeist wollen die Verantwortlichen von Sharoo aber belohnen: Für die ersten 100 Vermieter im Raum St. Gallen ist die «Sharoo Box» kostenlos.

Die Mietkosten für ihr Auto bestimmen die Vermieter selbst. «Wir geben ihnen lediglich Richtwerte vor», sagt Eva Luethi. Sharoo erhebt auf die Einnahmen allerdings Kommissionen von 5 bis 30 Prozent. Eine Vollkaskoversicherung wird für die Mietzeit dazugekauft. (lds)

www.sharoo.com

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