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Calatravas Dach hält nicht ewig

Seit Monaten steht das Fächerdach über dem Eingang zum Pfalzkeller offen. Die bewegliche Konstruktion ist eingerostet. Wetterbedingt hat die Hydraulik Korrosionsschäden genommen. Jetzt wird für 2,4 Millionen Franken saniert.
Elisabeth Reisp
Der Eingang zum Pfalzkeller ist seit Anfang Woche eingerüstet. (Bild: Ralph Ribi)

Der Eingang zum Pfalzkeller ist seit Anfang Woche eingerüstet. (Bild: Ralph Ribi)

Seit Dienstag ist der Eingang zum Pfalzkeller eingerüstet. Das hydraulische Dach ist aufgeklappt wie schon seit Monaten. In den Wänden der Rampe klaffen in unregelmässigen Abständen rechteckige Löcher im Verputz. Alles Vorzeichen von baulichen Massnahmen. Denn Calatrava scheint nicht für die Ewigkeit gebaut zu haben. Das bewegliche Dach des Eingangs ist defekt und muss komplett ersetzt werden.

Künftig mehr Sicherheit

Architekt Santiago Calatrava erschafft Aussergewöhnliches. Die Bushaltestelle am Bohl hat eine prägnante Überdachung. Nicht weniger eindrücklich ist der Pfalzkeller mit seiner ungewöhnlichen Eingangsrampe. Ist der Pfalzkeller unbenutzt, schliesst sich das Dach, eine Art Fächer aus metallenen Lamellen, über der Rampe und versinkt im Boden. Ein kompliziertes Hydrauliksystem öffnet den Zugang über die Rampe. Über die Jahre hat der Regen der Hydraulik zugesetzt. «Immer schlechter liess sich das Dach wegen Korrosionsschäden bewegen», sagt Patrick Bünter, Leiter Baumanagement 1 des Baudepartements. Daher sei die Hydraulik ausser Betrieb gesetzt worden und das Tor in den letzten Monaten offen geblieben.

«Bei näherer Untersuchung haben wir festgestellt, dass das Tor als Ganzes in einem sehr schlechten Zustand ist», sagt Bünter weiter. «Es muss komplett ersetzt werden.» Die neue Konstruktion werde für das ungeübte Auge aber wieder gleich aussehen, verspricht Bünter.

Neu wird aus Sicherheitsgründen das Tor per Fernbedienung geöffnet werden. Beim jetzigen Mechanismus konnte der hintere Teil des Fächerdaches beim Öffnen und Schliessen nicht immer vollständig eingesehen werden. «Es ist nie etwas passiert. Aber wenn ein unbeaufsichtigtes Kind auf das Dach gesprungen wäre, während sich die Lamellen bewegen, hätte das gefährlich werden können.»

Durch die Türen zieht es

Ob der Regen auch Schäden in den Wänden oder im Boden verursacht hatte, war zunächst nicht klar. «Daher auch die stichprobenartigen Untersuchungen unter dem Verputz», sagt Bünter. Die Wände haben dem Regen aber standgehalten. Auch haben sich unter den Granitbodenplatten keine Hohlräume gebildet, wie zunächst befürchtet. Allerdings ist immer Wasser in die Lampen eingedrungen, sagt Bünter. Für die Elektrik war dies schlecht. Hier werde ebenfalls nachgebessert. Seit längerem sind die auch optisch ansprechenden Türen ein Sorgenkind. Sie schliessen nicht dicht ab und sind daher energetisch alles andere als optimal. Die Sanierungsarbeiten werden sich auf 2,4 Millionen Franken belaufen.

Feuchtigkeit ist ein altes Thema

Gekostet hat der Architektonische Wurf Pfalzkeller einst 7,6 Millionen Franken. Und bereits damals war Feuchtigkeit ein Thema. Massive Feuchtigkeitsschäden waren gar der Anlass für die umfassende Sanierung des Kellers im Jahr 1999. Zudem sollten die attraktiven Räume des Pfalzkellers an zentraler Lage für Veranstaltungen genutzt werden.

Damit die Wände des feuchten Kellers trocknen konnten, wurde zunächst auf einen Verputz auf den Steinwänden verzichtet. Da sich die Steinwände so gut in die moderne Architektur des Calatrava-Forums einfügten, hat man die nackten Steinwände schliesslich so belassen, wie sie jetzt sind.

Der für Veranstaltungen sehr beliebte Pfalzkeller kann auch während der halbjährigen Sanierungsphase der Zugangsrampe gemietet werden. Gemäss Bünter werden die Gäste über den Seitengang in den Keller kommen.

Patrick Bünter Leiter Baumanagement beim kantonalen Baudepartement (Bild: pd)

Patrick Bünter Leiter Baumanagement beim kantonalen Baudepartement (Bild: pd)

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