Calatrava-Halle bewegt Online-Gemüter

Die Diskussion, ob die Calatrava-Halle auf dem Bohl stehen bleiben soll oder nicht, schlägt sich auch auf der Internetplattform Facebook nieder. Knapp 2000 Facebook-User waren bis gestern abend Mitglied der Gruppe «Calatrava-Halle muss bleiben und Mehr Bäume auf den Marktplatz!».

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Die Diskussion, ob die Calatrava-Halle auf dem Bohl stehen bleiben soll oder nicht, schlägt sich auch auf der Internetplattform Facebook nieder. Knapp 2000 Facebook-User waren bis gestern abend Mitglied der Gruppe «Calatrava-Halle muss bleiben und Mehr Bäume auf den Marktplatz!». Man sei gegen Betonwüsten, steht in der Gruppen-Beschreibung, man brauche mehr Bäume im Stadtkern. Weiter heisst es: «Wir haben rund 800 000 Franken für die im Sommer 1996 eröffnete Bushaltestelle des spanischen Star-Architekten Santiago Calatrava bezahlt und nun wollen die uns ein <steriles Ostwind-Bushüttli> hinstellen?»

Eine andere Facebook-Gruppe hingegen macht sich für den Abbruch der Halle stark. Sie heisst «Calatrava-Halle abreissen? – lieber heute als morgen!» und hatte bis gestern abend erst 20 Mitglieder. Die Calatrava-Halle sei ein «scheussliches Ding». Ein Platz konstituiere sich nicht durch eine Bushaltestelle, sondern durch Menschen.

In Architekturkreisen wird die Verlagerung solcher Fragen in Internet-Communities nicht gerne gesehen. Markus Buschor, Sprecher des Architektur-Forums, plädiert dafür, die Suche nach der städtebaulich besten Lösung nicht an der Wartehalle aufzuhängen. Es gehe nicht um die Frage «Calatrava oder nicht?», sondern um die Gesamtsituation auf Bohl und Marktplatz. (rst)

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