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Buntes Treiben auf dem Rastplatz

GOLDACH. Rastplatz Sulzberg: Bei Touristen beliebt wegen der Aussicht auf den Bodensee, bei Familien als Picknickplatz, bei Lastwagenchauffeuren als nächtlicher Rastplatz. Nachts kommen oft auch Gäste, die für Aufregung sorgen.
M. Bargagna/V. Schneeberger
Der Rastplatz Sulzberg ob Goldach wird nachts wie viele andere Rastplätze oft zu einem Sex-Treffpunkt. (Bild: Marianne Bargagna)

Der Rastplatz Sulzberg ob Goldach wird nachts wie viele andere Rastplätze oft zu einem Sex-Treffpunkt. (Bild: Marianne Bargagna)

Hoch über dem Bodensee liegt er, an der A1 zwischen den Ein- und Ausfahrten Buriet und Meggenhus gelegen, der Rastplatz Sulzberg. Nicht nur für Autofahrer, die von Rheineck nach St.Gallen unterwegs sind, erreichbar, sondern auch für Fussgänger, die über einen Wanderweg und durch eine Tür im Gitterzaun auf den Rastplatz gelangen. Kein Wunder also, ist er auch für Familien als Picknickplatz beliebt. Gestern geriet er in die Schlagzeilen. «Sex-Treff als Ärgernis und Risikoherd» titelte «20 Minuten». Erzählt wurde die Geschichte eines Mannes aus Stachen, der seiner holländischen Freundin auf dem Rastplatz Sulzberg die schöne Aussicht zeigen wollte. Statt schöner Landschaft hätten der Mann und seine Freundin obszöne Szenen angetroffen, berichtet das Gratisblatt weiter unter der Ortsangabe Rorschach. Vom Rastplatz Sulzberg hat man wohl eine schöne Aussicht auf Rorschach, er liegt aber auf Gemeindegebiet Goldach.

Vandalen bereiten mehr Sorgen

Dass Rastplätze von Homosexuellen, aber auch Prostituierten gerne als Treffpunkte benutzt werden, ist allgemein bekannt. Der Sulzberg macht da keine Ausnahme. Schon seit Jahren nicht. Das bestätigen Georg Sonderegger, der seit sechs Jahren den Imbiss auf dem Rastplatz betreibt, und Norbert Matti, Leiter des Nationalstrassen-Gebietes 6, das für den Unterhalt und Betrieb der Nationalstrassen in den Kantonen St.Gallen, Thurgau und Glarus verantwortlich ist. Matti sagt, dass der Rastplatz Sulzberg kein typischer Sex-Treffpunkt sei, da hier viele Touristen haltmachten, um die Aussicht zu geniessen. Das halte viele ab, sich hier sexuell zu betätigen. Das Hauptproblem auf den Raststätten seien die Vandalen, sagt Matti weiter und fügt an, dass auf dem Rastplatz Sulzberg gegenwärtig die WC-Anlagen vandalensicher gemacht würden. Und dann sagt er noch, dass es nicht die Homosexuellen seien, die mutwillig Einrichtungen zerstörten.

Anständige Gäste

Ähnliches sagt Georg Sonderegger vom Imbiss auf dem Rastplatz. Er habe noch nie Ärger gehabt mit Homosexuellen. «Sie sind anständig und verhalten sich korrekt», sagt er. Aber da er um 18 Uhr seinen Imbiss schliesse und ihn erst morgens um 6 Uhr wieder öffne, könne er nicht sagen, was nachts geschehe. Und wenn er morgens komme, treffe er seinen Imbiss so an, wie er ihn verlassen habe. Und lässt man seinen Blick während eines Besuches über den Rastplatz mit seinen Bäumen, Tischen und Bänken schweifen, weist auch nichts auf die nächtlichen Gäste hin. Er wisse aber, sagt Sonderegger, dass sich eine Zeitlang Anwohner und Spaziergänger über den im naheliegenden Wäldchen herumliegenden Abfall geärgert hätten.

Gemeinde hat reagiert

Goldach hat auf die Ausweitung des nächtlichen Treibens auf das Gemeindegebiet reagiert. Zum einen wurde das Wäldchen ausgelichtet, damit es weniger Schutz vor neugierigen Blicken bietet. Zum andern patrouilliert die Securitas in gewissen Abständen durch das Gebiet beim Rastplatz.

Diese beiden Massnahmen wurden gemäss Gemeindepräsident Thomas Würth bereits vor zwei Jahren ergriffen. «Seitdem sind die Reklamationen zurückgegangen», sagt er.

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