BUNDESFEIER: Den Bürgern eine Stimme geben

In Wittenbach stehen keine bekannten Politiker am Rednerpult. Bürgerinnen und Bürger unterschiedlichen Alters äussern ihre Gedanken und Ideen in einem Interview.

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In der Gemeinde Wittenbach findet die Bundesfeier wie üblich am Vorabend des 1. Augusts statt. Neu hingegen ist, dass die Ansprache zum Nationalfeiertag nicht von Politikern, Parlamentariern oder – wie in Rorschach – von einem Bundesrat gehalten wird, sondern von Wittenbacherinnen und Wittenbachern.

Nach der Begrüssung durch Gemeinderat Thomas Zünd um 21 Uhr kommen sechs Personen aus der Bevölkerung zu Wort. Die Bürgerinnen und Bürger sind zwischen 5 und 87 Jahre alt. «Unterschiedliche Personen können in einem Interview ihre Ideen und Meinung einbringen», sagt Gemeinderat Thomas Zünd. Es ist das erste Mal, dass Wittenbach keine traditionellen Redner zur Bundesfeier einlädt. «Wir wollen einfach einmal etwas Neues ausprobieren», sagt Zünd. Die Rednerinnen und Redner könnten sich auf die Fragen von der Moderatorin und Gemeindemitarbeiterin Isabel Niedermann im Vorfeld zwar vorbereiten. «Das Interview wird trotzdem spontan ausfallen», sagt Zünd.

Das Fest startet um 18 Uhr auf dem Wittenbacher Zentrumsplatz Oedenhof mit einer Festwirtschaft, geführt vom Feuerwehrverein im grossem Festzelt. Um 19.45 Uhr hält die Musikgesellschaft Konkordia Wittenbach ein Konzert. Nach den Ansprachen startet um 21.40 Uhr der Lampionumzug. Kinder werden gebeten, ihre eigenen Lampions mitzubringen.

Mit DJ und Festwirtschaft bis in die Morgenstunden

Um 22 Uhr wird die Nationalhymne mit Unterstützung der Musikgesellschaft Konkordia gesungen. Danach legt DJ Marco Stefka Musik auf. Der Festbetrieb dauert bis 2 Uhr morgens. Der Gemeinderat, die Arbeitsgruppe Kultur sowie der Feuerwehrverein freuen sich auf ein stimmungsvolles Fest. Sie bitten die Gäste, keine private Feuerwerke auf dem Festplatz abzufeuern. Die Organisatoren feuern ein kleines Feuerwerk nach dem Lampionumzug ab. Laut Gemeinderat Thomas Zünd rechnen die Veranstalter je nach Wetter mit 200 bis 250 Besuchern.

Jolanda Riedener

jolanda.riedener@tagblatt.ch