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BUNDESBEITRÄGE: In Bern stärker auftreten

Ohne eigene Metropolitanregion dürfte die Region von Wil über St. Gallen ins Rheintal langfristig unter die Räder kommen. «Wirtschaft Region St. Gallen» steht daher hinter diesem Projekt des Kantons.
Reto Voneschen
«Wirtschaft Region St. Gallen» unterstützt die Schaffung einer Metropolitanregion von Wil über St. Gallen das Rheintal hinauf. (Bild: Urs Jaudas)

«Wirtschaft Region St. Gallen» unterstützt die Schaffung einer Metropolitanregion von Wil über St. Gallen das Rheintal hinauf. (Bild: Urs Jaudas)

Reto Voneschen

reto.voneschen@tagblatt.ch

Damit St. Gallen bei Bundesinvestitionen künftig nicht links liegen gelassen wird, braucht es eine Metropolitanregion. Diese Meinung vertrat Präsident David Ganz an der Generalversammlung von «Wirtschaft Region St. Gallen» (WISG). Der regionale Wirtschaftsverband tagte Anfang Woche in den Neubauten der City-Garage am Stadtrand zu Gossau hin. Dabei stellten Vorstandsmitglieder auch Projekte vor, an denen sie derzeit arbeiten.

David Ganz brach eine Lanze für die Metropolitanregion St. Gallen. Längerfristig sei der Schulterschluss von Wil, St. Gallen und das Rheintal hinauf eine unabdingbare Voraussetzung dafür, um national nicht abgehängt zu werden. An den beiden bereits durchgeführten Denkwerkstätten zu diesem Projekt sei grosser Wille zur Zusammenarbeit spürbar gewesen, lobte Ganz.

Der Thurgau ist nicht mehr dabei

Als Metropolitanräume werden in der Raumplanung Siedlungsgebiete mit urbaner Zentrumsfunktion bezeichnet. Sie gelten als wirtschaftliche Motoren, und auf sie sind die Investitionen des Bundes ausgerichtet, beispielsweise in die Verkehrsinfrastruktur. Bisher gehört St. Gallen zum Metropolitanraum Zürich. Ein erster Versuch, sich zusammen mit dem Thurgau zu einer eigenen Metropolitanregion zu emanzipieren, scheiterte 2015 an der Absage des Nachbarkantons.

Dass die Thurgauer an ihrer Ausrichtung auf Zürich festhalten wollen und so die Träume einer eigenen Ostschweizer Metropolitanregion platzen liessen, bezeichnete David Ganz am Montag an der WISG-Generalversammlung als «sehr schade». Diese Haltung schwäche die Ostschweiz. Eine nächste Zusammenkunft zum Thema Metropolitanregion St. Gallen und damit ein nächster Schritt in Richtung ihrer Ausrufung ist gemäss Ganz für Januar 2019 geplant.

WISG steht zur politisch umstrittenen Teilspange

Der regionale Wirtschaftsverband steht auch hinter der Engpassbeseitigung auf der St. Galler Stadtautobahn mit einer dritten Röhre durch den Rosenberg und der Teilspange via Güterbahnhof in die Liebegg. Es brauche beide Teilprojekte für eine wirkungsvolle Entlastung der Autobahn, hielt WISG-Vorstandsmitglied Markus Bänziger fest. Nur so sei nämlich sichergestellt, dass der «Querverkehr» beim Autobahnanschluss Kreuzbleiche abfliesse und nicht auf die Autobahn zurück staue. Der Kanton St. Gallen und das Bundesamt für Strassen (Astra) seien aufgerufen, zusammen mit der Stadt und den Appenzellern das vorliegende Projekt rasch zu bereinigen und sich auf einen verbindlichen Kostenteiler dafür zu einigen. Grundlagen dafür müssten diesen Sommer bei der Verabschiedung des kantonalen Staatsstrassenprogramms 2019 bis 2023 im Kantonsrat geschaffen werden, forderte Markus Bänziger.

Neue Impulse für die Marktplatz-Diskussion

Befriedigt zeigte sich WISG-Präsident David Ganz vom Echo auf die Aktion des Wirtschaftsverbandes zur Neugestaltung des Marktplatzes. Man habe 2017 ganz bewusst hochfliegende Visionen zu Papier gebracht und als Prospekt an alle Haushalte der Stadt St. Gallen verteilen lassen. Ziel sei gewesen, die Diskussion vom Niveau «Bänkli, Bushüsli, Bäumli» auf grössere Flughöhe zu bringen. Und das sei gelungen, stellte David Ganz fest. «Wirtschaft Region St. Gallen» unterstütze jetzt auch die Idee einer neuen grossen Bibliothek im Haus Union am Blumenmarkt. Gleichzeitig mahnte er die Planer der Stadt, das ganze Gebiet vom HSG-Campus am Platztor bis zur «Union» im Auge zu behalten.

Andreas Pfister liess an der WISG-Generalversammlung die Abstimmung über die Mobilitäts-Initiative Revue passieren. Das Nein habe gegen Schluss des Abstimmungskampfes in der Luft gelegen, seine Wucht sei aber überraschend gekommen. WISG sei enttäuscht darüber. Anderseits dürfe man feststellen, dass die Zusammenarbeit von bürgerlichen Parteien und Verbänden bei dieser Kampagne gut geklappt habe. Das stimme zuversichtlich für kommende Abstimmungs- und Wahltermine.

Zudem will «Wirtschaft Region St. Gallen» gemäss Pfister auf die Gegner der Initiative zugehen und sie beim Wort nehmen: Auch von linker Seite sei im Abstimmungskampf Verständnis für Probleme des gewerblichen Güterverkehrs geäussert worden. Entsprechend werde man versuchen, gemeinsam gute Lösungen in diesem Bereich zu finden.

www.wisg.ch

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