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Büros statt «Marktstübli»

Die Stadt lässt das «Marktstübli» in Büros umbauen und vermietet die Räume neu an die Kesb. Vor allem heimische Vereine hätten das Stübli kaum noch gemietet.
Christina Dietze
Ab Frühling 2017 fällt den Gossauer Vereinen das «Marktstübli» als sozialer Treffpunkt weg. (Bild: Urs Bucher (16. Oktober 2015))

Ab Frühling 2017 fällt den Gossauer Vereinen das «Marktstübli» als sozialer Treffpunkt weg. (Bild: Urs Bucher (16. Oktober 2015))

Im Parterre des «alten Gemeindehauses» befindet sich das «Marktstübli», das von Februar bis April 2017 umgebaut wird. Als die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) die Stadt fragte, ob im «Marktstübli» zusätzlicher Büroraum geschaffen werde könne, stimmte dem der Stadtrat laut Urs Salzmann zu. «Das <Marktstübli> wird seit Jahren schlecht genutzt», sagte Salzmann. In den vergangenen drei Jahren sei es höchstens 20mal pro Jahr belegt worden, davon fünfmal von Gossauer Vereinen.

Kesb ist lukrativerer Mieter als Vereine

In den Umbau investiert die Stadt rund 270 000 Franken. Der eine grosse Raum soll umgebaut werden in neu acht Büroräume. Bisher hatte die Kesb und das Sozialberatungszentrum, die administrativ unter einem Dach verwaltet werden, bereits drei der vier Stockwerke gemietet. 2017 wird es mit der Mietung des Erdgeschosses das ganze Haus sein.

«Wir werden für das <Marktstübli> circa 25 000 Franken Miete zahlen», sagt Andreas Haltinner, Präsident der Kesb Gossau. Insgesamt zahle man dann um die 135 000 Franken Miete für das «alte Gemeindehaus». Der neue Mieter wird ein Vielfaches dessen zahlen, was die 20 Belegungen pro Jahr eingebracht haben. Der Mietpreis für das «Marktstübli» beträgt ab fünf Stunden pro Tag ohne Küche bis zu 300 Franken, mit Küche bis zu 420 Franken. Das gab bisher im Jahr einen Betrag von höchstens 8400 Franken. Mit der Kesb als neue Mieterin verdient die Stadt also fast das Vierfache.

2013 wurden schweizweit die Vormundschaftsbehörden der Gemeinden aufgehoben und die regionalen Kesb gegründet. Seitdem hat die Kesb Gossau eine Leistungsvereinbarung mit der Stadt. Noch ist die Kesb an verschiedenen Standorten verteilt, mit dem Zusammenzug der Büros gewinne man Effizienz, sagt Haltinner. «Wir zahlen der Stadt relativ viel Miete, die diese in Form von Entschädigungen an uns zurückzahlt.» 2015 waren es laut Salzmann 1 136 438 Franken Entschädigungszahlungen. Unabhängig von den Mieteinnahmen hat die Stadt die Entschädigung der Kesb mit rund 1,2 Millionen Franken für 2016–2020 leicht höher budgetiert.

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