BÜRGERVERSAMMLUNGEN: Zusammenarbeit statt Konkurrenz

Die SP Rorschach Stadt am See fordert ein regionales Eisflächenprojekt. Und: Die Partei will keine «zeitliche Benachteiligung» des Kornhausprojekts.

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Die Mitglieder der SP haben die Geschäfte der kommenden Bürgerversammlungen von Goldach, Rorschach und Rorschacherberg diskutiert. Erstmalig kam ein neues Prozedere zum Einsatz: Den Mitgliedern standen drei Marktplätze offen, wo sie sich über lokale Themen informieren konnten und Behördenmitglieder Fragen zu Amtsbericht und Rechnungen beantworteten. Anschliessend folgte eine vertiefte Diskussion zum A1-Anschluss, zur Volksmotion zur Schaffung einer mobilen Eisbahn für Rorschacherberg sowie zu den Planungskrediten für Kornhaus, ­Hafenplatz sowie Hafengebäude von insgesamt 350000 Franken.

Die Versammlung verzichtete laut Mitteilung auf eine Resolution zum Planungsstand des A1-Anschlusses, lehnt diesen aber aus grundsätzlichen Überlegungen ab. Die SP erneuert ihre ­Forderung, dass über dieses «riesige Infrastrukturprojekt» in allen drei Gemeinden abgestimmt werden müsse, wenn auch der Anschluss baulich nur in Goldach und Rorschach zu liegen komme. Weiter wird erwartet, dass über die notwendigen flankierenden Massnahmen öffentlich informiert wird. Einig war sich die Versammlung, dass die bestehende Eisfläche beim Rorschacher Pavillon, betrieben durch den Verein Netzwerk Rorschach, sehr ­beliebt ist bei Jung und Alt und gemeindeübergreifend genutzt wird. «Ein Konkurrenzangebot in einer Nachbargemeinde wurde als nicht zielführend beurteilt», schreibt die SP. Sie fordert deshalb ein regionales Projekt. Der Bürgerversammlung Rorschacherberg wird vorgeschlagen, die Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Rorschach zu suchen. Diese hätte den Vorteil, dass die Eisfläche eventuell vergrössert und die Betriebsdauer verlängert werden könnte, wenn sich weitere Gemeinden beteiligen.

Die SP begrüsst es sehr, dass der Rorschacher Stadtrat alle drei Vorlagen «Kornhaus», «Hafenplatz» und «Hafenrestaurant» gleichzeitig zur Projektierung beantragt. Sie wünscht aber «fol­gerichtig», dass auch alle drei Ausführungsprojekte ebenfalls gleichzeitig zur Abstimmung unterbreitet werden. Nur so könne gewährleistet werden, dass alle Projekte an der Urne die gleichen Chancen hätten und nicht die Vorlage zum Kornhaus ein oder zwei Jahre später das Nachsehen haben könnte. (pd/lim)