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Bürgeranliegen zum Seeuferplan

RORSCHACH. Region St.Gallen-Bodensee und Stadt erkunden an der Promenade im Gespräch und mit Fragebogen Wünsche der Bevölkerung zur Gestaltung des Seeufers. Solche können ins Agglomerationsprogramm für Bundesbeiträge einfliessen.
Fritz Bichsel
Bürger und Planer diskutieren anhand von Modell und Fragebogen Neuerungen am Rorschacher Seeufer – hier auf der Arionwiese, danach auch beim Kornhaus und am Segelhafen. (Bild: Fritz Bichsel)

Bürger und Planer diskutieren anhand von Modell und Fragebogen Neuerungen am Rorschacher Seeufer – hier auf der Arionwiese, danach auch beim Kornhaus und am Segelhafen. (Bild: Fritz Bichsel)

Rund dreissig Personen beteiligen sich am Samstag an der ersten Station, auf der Arionwiese. Sie beurteilen den im Modell dargestellten Zustand des Seeufers in Rorschach, bringen Anliegen für Neues ein – oder für Verzicht auf Geplantes. Mehrheitlich füllen sie auch den Fragebogen zur Nutzung des Ufers und zur Infrastruktur aus.

Wünsche und Befürchtung

Einige machen zudem Gebrauch vom Angebot, alles auf Fähnchen ins Modell zu übertragen. Grün für positiv erscheint beim westlichen Teil des Seeufers im Kornhauspark und auf der Arionwiese. Rot für negativ sind hingegen alle Fähnchen auf der schmalen Verbindung dazwischen. Gefährliche Situationen hier, wo Spaziergänger, Gäste der Badhütte, Velofahrer und Skater durcheinandergeraten, sind häufig Gesprächsthema. Markus Fäh, bei der Stadt Leiter Bau und Stadtentwicklung, zeigt auf, dass Abhilfe geplant wird: Der Radweg soll näher zur Bahnlinie rücken und der Bereich für Fussgänger breiter werden. Hier ist das Projekt in Arbeit, im Seepark wird gebaut für die Trennung von Fussgängern und Velofahren, in Etappen lässt die Stadt den Radweg am ganzen Seeufer erneuern. Bürger äussern sich im Westen auch zu anderen Uferabschnitten, wo sich die Bevölkerung anschliessend ebenfalls beteiligen kann am Hafen und beim Segelhafen. Besserer Zugang zum Wasser, Gelegenheit zum Baden ausserhalb der Badis oder schönerer Hafenplatz sind weitere Anliegen. Befürchtet wird, das Strandbad werde nicht wie in Aussicht genommen verlegt, sondern verschwinden wie die Minigolfanlage.

Bürger an Planung beteiligen

Den Prozess für die Gestaltung von Stadtlandschaften mit Partizipation der Bevölkerung hat die Region St.Gallen-Bodensee angestossen für das Agglomerationsprogramm. Mit diesem fördert der Bund hauptsächlich Verkehrsprojekte und Raumplanung. Im Gebiet St.Gallen-Bodensee sind Landschaften innerhalb der Agglomeration und an ihrem Rand ein weiterer Bereich. Nach Auskunft von Projektleiter Tobias Winiger erarbeitet die Region zusammen mit ihren sechs Städten und zugezogenen Planern Projekte für sieben Landschaften. Bürger können Ideen, auch Visionen einbringen. In Rorschach geht es ums Seeufer. Hier sieht der Leiter Bau und Stadtentwicklung wegen des knappen Platzes nicht Visionen, sondern Neues am Hafen und kleinere Massnahmen an weiteren Abschnitten.

Projektvorschläge für Städte

Die Grundlagen bilden das Seeuferkonzept der Gemeinden Goldach, Rorschach und Rorschacherberg – ohne weitere Aufschüttungen vor Rorschach – und das entstehende Detailkonzept der Stadt für das Kornhaus und das Hafenareal (Tagblatt vom 31. August).

Die Region wird nach der Auswertung der Umfrage bei Bürgern die Ideen nochmals zur Diskussion stellen und etwa bis Sommer 2016 Projektvorschläge erarbeiten. Umsetzen sollen diese dann die Städte. Dank Aufnahme ins Agglomerationsprogramm stehen dafür Beiträge des Bundes in Aussicht.

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