Bürger zu wenig informiert

An einem Informationsabend informieren sich zahlreiche Bürger über das kantonale Strassenbauprojekt im Bereich Zoll/Erica-Kreisel. Der Widerstand bleibt auch nach dem Anlass.

Maya Seiler
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Diskussionen ausgelöst: Die Planung im Bereich Erica-Kreisel. (Bild: Maya Seiler)

Diskussionen ausgelöst: Die Planung im Bereich Erica-Kreisel. (Bild: Maya Seiler)

St. Margrethen. Der Wunsch der Stimmbürger war ganz klar, auf viele Fragen befriedigende Antworten zu erhalten. Um der Diskussion genügend Raum zu geben, stellte Gemeindepräsident Reto Friedauer alle weiteren Themen zurück. Er räumte gleich zu Beginn ein, wie das zustande gekommene Referendum gegen den Kantonsstrassenausbau zeige, habe man die Bürgerschaft wohl zu wenig informiert.

Um dies nachzuholen, stellten Marcel John, stellvertretender Kantonsingenieur, und Projektleiter Werner Lendenmann das Strassenprojekt nochmals detailliert vor.

Gegen Lichtsignal beim Zoll

Walter Künzler, Initiant des Referendumsbegehrens, und weitere Votanten betonten mehrmals, sie seien nicht gegen «europuls». Aber Widerstand gegen die geplanten Verkehrsmassnahmen sei nur über ein Finanzreferendum möglich gewesen. Die Wortmeldungen richteten sich gegen die Lichtsignalanlage beim Zoll.

Man äusserte, seit dem Bau der dritten Spur auf der Neudorfstrasse laufe der Verkehr so flüssig wie nie. Die kantonalen Planer entgegneten, ihre Verkehrszählungen zeigen ein anderes Bild.

Gefährlich für Velofahrer

Ein weiterer Kritikpunkt war, dass Lastwagen, welche nach der Zollabfertigung vom Ausstellplatz nach links fahren wollen, zuerst den Umweg über den Erica-Kreisel machen müssten. Zudem sei hier die Führung der Radstreifen für Velofahrer gefährlich.

Man forderte mehr Trottoirs und Radstreifen. Dies lehnten die Sachverständigen aus Platzgründen ab. Angesprochen auf das Problem der Einfahrt auf das CSC-Areal erläuterte Friedauer, man plane, einen neuen Zugang beim Erica-Kreisel zu schaffen. Gegen Rückstau wegen der geschlossenen Barriere gibt es keine Abhilfe. Trotz Diskussionen bleibt der Widerstand.