Bürger und Behörde starten in ein Jahr der Bauprojekte

RORSCHACHERBERG. Der Gemeinderat Rorschacherberg beginnt das neue Jahr zum drittenmal mit dem Dreikönigsapéro für die Bevölkerung. Diesmal ist es der Start in ein Jahr der Bauprojekte mit einem Steg im See vor dem Gebiet Neuseeland als grösstem Vorhaben.

Fritz Bichsel
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Gemeindepräsident Beat Hirs im Gespräch mit Bürgern am Dreikönigsapéro in der Mehrzweckhalle. (Bild: Fritz Bichsel)

Gemeindepräsident Beat Hirs im Gespräch mit Bürgern am Dreikönigsapéro in der Mehrzweckhalle. (Bild: Fritz Bichsel)

RORSCHACHERBERG. Der Gemeinderat Rorschacherberg beginnt das neue Jahr zum drittenmal mit dem Dreikönigsapéro für die Bevölkerung. Diesmal ist es der Start in ein Jahr der Bauprojekte mit einem Steg im See vor dem Gebiet Neuseeland als grösstem Vorhaben.

Statt einmal nun jedes Jahr

Die Musik der Festtage ist verklungen, der viele Schnee nach den Feiertagen weggeregnet. Bevor der Alltag endgültig zurückkehrt, treffen sich gut zweihundert Rorschacherberger in der Mehrzweckhalle zu Gesprächen bei Dreikönigskuchen und musikalischer Unterhaltung und neu zu Spielen. Dieser Anlass der Gemeinde am ersten Sonntag im Jahr war 2013 zur Feier des Jubiläums «20 Jahre Mehrzweckhalle Rorschacherberg» erstmals durchgeführt und damals als einmalige Veranstaltung geplant worden. Aufgrund der regen Beteiligung von Einwohnern ist er nun auf dem Weg, eine Tradition zu werden.

Gelegenheit für Gespräche

Den Service übernehmen auch diesmal Mitglieder der Trachtengruppe. Bei der Musik gibt es nach zweimal Volkstümlichem diesmal eine neue Richtung mit Rock'n'Roll aus den Fünfzigern. Neu stellen sich zwei Organisationen vor: die Pfadi und die Ludothek – beide für Rorschach und Rorschacherberg tätig – mit Spielen für kleine und erwachsene Besucher. Mehr steht bewusst nicht auf dem Programm.

Der Gemeinderat will mit dem Dreikönigsapéro Einwohnern Gelegenheit bieten, miteinander und mit ihm ins Gespräch zu kommen. Gemeindepräsident Beat Hirs verzichtete diesmal sogar auf eine Kurzansprache, beschränkte sich darauf, den Bürgerinnen und Bürgern ein gutes Jahr 2015 zu wünschen.

Kreditanträge für drei Bauten

Für persönliche Gespräche gibt es ausreichend Themen, die Rorschacherberg dieses Jahr beschäftigen werden. Das Projekt für einen Steg im See anstelle eines Uferwegs ist fertig. Nach Auskunft des Gemeindepräsidenten zeigen Gutachten zum Seegrund und zu Umweltfragen, dass ein Steg wie geplant machbar ist. Eine «einfache Konstruktion», wie im Antrag von Bürgern empfohlen, würde hingegen dem Wellenschlag nicht standhalten – auch näher am Ufer nicht. Statt grob geschätzt etwa vier Millionen würde der Steg gemäss Voranschlag 5,5 Millionen Franken kosten. Das Projekt ist seit Dezember beim Kanton zur Vorprüfung. Die Verhandlungen über den Beitrag des Kantons und allenfalls auch einen vom Bund aus dem Agglomerationsprogramm laufen noch. Die Bürger werden über den Baukredit wohl an der Urne entscheiden – voraussichtlich am 14. Juni 2015.

Im Herbst dieses Jahres wird ihnen der Gemeinderat weitere Baukredite unterbreiten: für den Neubau des Kindergartens Wildenstein anstelle des jahrzehntealten Provisoriums und den Umbau der Zivilschutzanlage an der Heidenerstrasse in Räume für Feuerwehr und Werkhof.

Neues Bauland bis 2017

Wenn die Bürger zustimmen, können die bisher vom Werkhof genutzten Scheunen abgebrochen werden. Dort würde die Zufahrt zum Areal Neuhus erstellt werden. Beat Hirs rechnet damit, dass dieses neue Bauland im Eigentum der Gemeinde nach einem Wettbewerb für Investoren und dem Erarbeiten eines Überbauungsplanes frühestens 2016, eher erst 2017 baureif wird. Andere Baulandreserven gebe es bis dahin noch genügend.

Vorhaben umgesetzt

Vorhaben, die am Dreikönigsapéro vor einem Jahr zur Sprache kamen, hat der Gemeinderat 2014 verwirklicht oder vorangebracht. Das Areal Neuhus wurde noch vor dem Stop aufgrund des neuen Raumplanungsgesetzes als Bauland eingezont. Für Seesteg, Werkhof, Feuerwehr und Kindergarten sind Projekte in Arbeit oder fertig. Die Massnahmen beim Warteggpark nähern sich mit der begonnenen Offenlegung des Wilenbachs dem Abschluss. Ein Mitteilungsblatt für die Gemeinde ist geschaffen, die erste Nummer des «Rundblicks» erschienen.