Buchvernissage zu Arbeitswelt im Umbruch

ST. GALLEN. Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Stellenabbau, Niedriglöhne, Bonuszahlungen – diese Themen bestimmen fast täglich die Schlagzeilen. Die Arbeitswelt ist im Umbruch. Welche Erfahrungen Erwerbstätige mit dem Wandel machen, haben Soziologen der Universität St.

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ST. GALLEN. Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Stellenabbau, Niedriglöhne, Bonuszahlungen – diese Themen bestimmen fast täglich die Schlagzeilen. Die Arbeitswelt ist im Umbruch. Welche Erfahrungen Erwerbstätige mit dem Wandel machen, haben Soziologen der Universität St. Gallen (HSG) gemeinsam mit Forschern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz untersucht. Das Ergebnis des Dreiländerprojekts, ein Band mit über 50 Porträts von Beschäftigten, stellen sie am 19. August erstmals in der St. Galler Buchhandlung Comedia vor.

Stimme der Beschäftigten

Das Team von Soziologen um Franz Schultheis, Berthold Vogel und Michael Gemperle gibt im Forschungsprojekt den Beschäftigten selbst eine Stimme. In den Interviews wird ein Bild des Wandels der modernen Arbeitswelt «jenseits von politischem Kalkül und sensationsheischenden Zuspitzungen gezeichnet», wie es in einem Communiqué heisst.

Für ihr Buch «Ein halbes Leben» wurden Chefarzt, Verwaltungsangestellte, Putzhilfe, Anwalt, Kinderhortleiterin, Industriearbeiter und viele andere befragt. Das daraus entstandene Panorama an soziologischen Porträts von Berufsmenschen unterschiedlichster Branchen und Statusgruppen eröffnet neue Einblicke in den Wandel der Arbeitswelten in den vergangenen 20 Jahren.

Arbeitende verstehen

«Nicht bemitleiden, nicht auslachen, nicht verabscheuen, sondern verstehen!» (Zitat Pierre Bourdieu) lautet die Devise dieses Typs soziologischer Forschung, heisst es in der Mitteilung. (red.)

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