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BRUGGWALD: Nun ist es definitiv: Schüler aus Bruggwald müssen nach Wittenbach

Die Referendumsfrist ist abgelaufen: Ab nächstem Schuljahr dürfen Oberstufenschüler aus Bruggwald nicht mehr in St. Gallen zur Schule gehen. Die IG Bruggwald will aber weiterkämpfen.
Adrian Lemmenmeier
Die rechte Strassenseite der Bruggwaldstrasse gehört zur Gemeinde Wittenbach, die linke zur Stadt St. Gallen. (Bild: Ralph Ribi)

Die rechte Strassenseite der Bruggwaldstrasse gehört zur Gemeinde Wittenbach, die linke zur Stadt St. Gallen. (Bild: Ralph Ribi)

Adrian Lemmenmeier

adrian.lemmenmeier@tagblatt.ch

Oberstufenschüler aus Bruggwald müssen künftig in Wittenbach zur Schule gehen. Gegen diesen Entscheid des Schulparlaments Wittenbach, Muolen und Berg konnte man bis am 3. Januar das Referendum ergreifen. Die Frist blieb aber ungenutzt, wie Pascal Blumer von der Verwaltung des Oberstufenzentrums Grünau auf Anfrage bestätigt. «Der Beschluss des Schulparlaments vom 21. November ist somit rechtskräftig», sagt Blumer. An der Sitzung vom 11. Januar werde der Schulrat über das genaue Vorgehen befinden.

Dabei wolle man die Linie des Parlamentsbeschlusses auch befolgen, sagt Georges Gladig, Präsident des Oberstufenschulrates. Diese Linie ist klar: Der Vertrag zwischen der Stadt St. Gallen und der Regionalen Oberstufenschulgemeinde Grünau wird einseitig gekündigt. Diesem Vertrag zufolge können Familien in Bruggwald wählen, ob sie ihre Kinder nach Wittenbach oder nach St. Gallen in die Oberstufe schicken. Für jene Kinder, die in St. Gallen zur Schule gehen – derzeit sind es zwei – erhält die Stadt 22000 Franken Schulgeld pro Jahr. Damit ist ab dem kommenden Schuljahr Schluss.

Bewusst aufs Referendum verzichtet

Die IG Bruggwald hatte sich gegen den Entscheid der Schulbehörden gewehrt. Erst versuchte man, den Schulrat mit einer Petition von seinem Plan abzubringen, dann setzte man die Hoffnung auf die Stadt St. Gallen und auf den Kanton. Vergeblich: Beide wollten sich aus der Angelegenheit raushalten. Dennoch habe man nun bewusst darauf verzichtet, das Referendum zu ergreifen, sagt Hans Peter Nigg von der IG Bruggwald. Die nötigen 400 Unterschriften zusammenzubringen wäre zwar kein Problem gewesen, so Nigg. Man sei aber zum Schluss gekommen, dass ein Referendum kontraproduktiv wäre. «Es würde den Graben zwischen Wittenbach und Bruggwald nicht schliessen, sondern weiter zementieren.» Das Problem sei, dass die Mehrheit der Wittenbacher Bevölkerung bei einer Volksabstimmung wohl klar für die Auflösung des Vertrages stimmen würde.

Bruggwald ist ein Zipfel der Gemeinde Wittenbach, der mit den städtischen Quartieren Langgasse und Heiligkreuz zusammengewachsen ist. Wer hier wohnt, hat eine St. Galler Postleitzahl, zahlt aber Steuern in Wittenbach. Die Leute in Bruggwald fühlten sich aber nicht mit Wittenbach verbunden, sagt Hans Peter Nigg. «Wir sehen und fühlen uns als Stadtsanktgaller.» Das soziale und wirtschaftliche Leben sei hier eindeutig auf die Stadt ausgerichtet. «Deshalb war der bis anhin gültige Vertrag zwischen den Schulgemeinden sinnvoll», so Hans Peter Nigg. Ihn aufzulösen, sei «rational nicht nachvollziehbar».

Dass man auf ein Referendum verzichtet habe, bedeute aber nicht, dass die IG Bruggwald aufgebe, sagt Nigg. So sei im Vertrag zwischen den Schulgemeinden festgehalten, dass man ihn lediglich aus wichtigen Gründen kündigen könne. «Solche Gründe, die seit Vertragsabschluss neu dazugekommen sein sollen, wurden uns bisher vorenthalten», sagt Hans Peter Nigg. Für ihn steht fest: «Die Sache ist noch nicht abgeschlossen.»

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