Bruggwald lebt

«Eine Oberstufe für alle», Ausgabe vom 21. November

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Wächst auf diese Art und Weise etwas zusammen, das zusammengehört, Herr Schmidhauser? Wie im Leserbrief angedeutet, wurden 162 Unterschriften von Direktbetroffenen in die Minderheitsposition versetzt. Wir sind aber nicht nur Quantität, sondern Qualität. Das Bruggwald lebt, St. Gallerinnen und Wittenbacher zusammen, im Heiligkreuzquartier. Vor 14 Jahren haben wir an einer Zukunftswerkstatt das «Lebendige Bruggwaldquartier» gegründet, zwei Projekte existieren noch, der Mittags- und der Stammtisch. Oberstufen-Jugendliche sind eigenständig. Trotzdem ist vielen Eltern wichtig, ihre Gruppenaktivitäten zu kennen und mit anderen Eltern gut vernetzt zu sein. Wittenbach? Weit weg, bei aller Sympathie und trotz vieler sehr guter vereinzelter Kontakte, auch auf Schul-, Kirchen- und Behördenseite.

Ja, Frau Leitner-Frei, die «anderen Regeln» existieren, schon über 60 Jahre lang. Und seit 2006 ist formuliert, dass diese «nicht ohne Not» gekündigt werden sollen. Welche Not besteht jetzt auf einmal? Die Regeln haben ihre Sachgründe. Im Unterschied zu Bergern leben Wittenbachs Bruggwalder auf Tuchfühlung mit Stadtbewohnern und da gehen viele auch zu Fuss zum nahen Beck, Hausarzt, Einkauf, Kirche, in die Schule, ans Adventsfenster oder in den Wald, der uns allen Brücke ist: «Bruggwald».

Thomas Hotz, Waldstrasse 8a, Yvonne Schärli, Emil Sonderegger, Vorder-Espenstrasse 6, Reto Jörger, Bruggwaldpark 22, Annelies Urben, Vorder-Espenstrasse 2, 9008 St. Gallen