Brühl überrennt Spono

Die St. Gallerinnen besiegen im Spitzenspiel der NLA Spono Nottwil unerwartet deutlich mit 27:15. Brühl gelingt nach dem 10:9 zur Pause eine erhebliche Leistungssteigerung.

Barbara Jungclaus
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Brühls Stephanie Haag lässt sich von ihrer Gegenspielerin nicht aufhalten. (Bild: Reto Martin)

Brühls Stephanie Haag lässt sich von ihrer Gegenspielerin nicht aufhalten. (Bild: Reto Martin)

Handball. Die Startphase im Spiel zwischen dem LC Brühl und Spono Nottwil war gekennzeichnet durch grosse Nervosität. Obwohl beide Teams eine aussergewöhnlich hohe Fehlerquote aufwiesen, wichen sie nicht von ihrem Vorhaben, ab das Tempo hochzuhalten. So wirkte das Spiel in der Kreuzbleichehalle zeitweilig fast zerfahren. Nottwil übernahm von Beginn weg die Führung und behauptete diese während 20 Minuten.

Mehr als zwei Treffer konnten die Innerschweizerinnen aber nicht vorlegen, was vor allem an Manuela Brütsch lag, die im Tor des LC Brühl eine starke Leistung zeigte und die zu diesem Zeitpunkt die einzige ihres Teams war, die zu überzeugen wusste. In der 24. Minute gingen die Brühlerinnen erstmals in Führung, sie mussten diese in der Folge aber nochmals dem Gegner überlassen. Beim Halbzeitpfiff war es aber erneut das Heimteam, das knapp mit 10:9 führte.

Kaum wiederzuerkennen

Nach dem Seitenwechsel waren die Brühlerinnen kaum wiederzuerkennen. Sie verteidigten viel kompakter und konsequenter, und auch im Angriff gingen sie zielstrebiger ans Werk. So sahen sich Mirko Funke und Alex Ernst, das Trainergespann von Spono Nottwil, in der 43. Minute beim Stand von 16:11 veranlasst, das Time-out zu nehmen, um dem Spiel vielleicht noch die Wende zu geben.

Doch offensichtlich fanden die Brühler Verantwortlichen die besseren Worte, war es doch ihr Team, welches die nächsten sieben Treffer erzielte und somit die Entscheidung herbeiführte.

Wechsel ohne Qualitätseinbusse

Die St. Gallerinnen zogen auf 23:11 davon, und Spono konnte nicht mehr reagieren. Der LC Brühl gewann mit 27:15. Er kam damit zu einem unerwartet deutlichen Erfolg gegen den letztjährigen Zweiten. Beim Heimteam zeigte sich in dieser Partie vor allem die Ausgeglichenheit.

So konnten die Trainer Vroni Keller und Jürgen Fleischmann beliebige Wechsel vornehmen, ohne deshalb eine Qualitätseinbusse in Kauf nehmen zu müssen.

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