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Bröggler stehen hinter dem Projekt

Das Erdbeben lässt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bohrplatz kaum Zweifel am Sinn des Geothermieprojekts aufkommen. Die Befragten haben keine Angst vor Nachbeben, fordern jedoch Abklärungen zur Ursache.
David Gadze
Den Auslöser in nächster Nähe: Von der Häuserreihe am Auweg ist es ein Katzensprung zum Bohrturm. (Bild: Hanspeter Schiess)

Den Auslöser in nächster Nähe: Von der Häuserreihe am Auweg ist es ein Katzensprung zum Bohrturm. (Bild: Hanspeter Schiess)

Im Quartier Bruggen, gleich neben dem Einkaufszentrum Lerchenfeld und rund 500 Meter Luftlinie vom Bohrplatz entfernt, ist man nach dem Erdbeben vom Wochenende nicht erschüttert. Das Beben sei zwar in der Nachbarschaft ein Thema, negative Reaktionen habe es aber nicht gegeben, sagt Claudia Dornbierer vom Vorstand des Einwohnervereins Bruggen. «Wir sind nun sensibilisierter und hoffen, dass das Projekt zu einem guten Ende kommt. Es wäre übertrieben, es jetzt abzubrechen.» Schliesslich habe das Volk darüber abgestimmt und es angenommen.

Abklären, was genau passiert ist

Auch Marco Broggini sieht keinen Anlass, das Geothermieprojekt in Frage zu stellen. Für ihn und seine Partnerin, die von ihrem Balkon direkt auf den Bohrplatz sehen, sei es zwar «mühsam», dass die Bohrungen auch nachts durchgeführt würden. Grundsätzlich befürworte er das Projekt aber und finde, dass es weitergeführt werden sollte. Man müsse mit weiteren Beben rechnen, sagt Broggini. Er habe jedoch keine Angst, dass etwas passiere. «Wichtig ist, dass abgeklärt wird, wie genau es dazu gekommen ist.»

Sie sei von Anfang an skeptisch gewesen, sagt hingegen Elisabeth Birrer. «Nun ist eingetroffen, was ich erwartet habe.» Schliesslich habe man bereits in Basel gesehen, was passieren könne. Bei den Bohrungen handle es sich um einen massiven Eingriff – dazu in einer Stadt, die zu grossen Teilen auf sumpfigem Grund liege. Auch sie findet, die Ursachen müssten nun genau abgeklärt werden, um für weitere ähnliche Projekte Erkenntnisse zu gewinnen. «Angst vor neuen Beben habe ich jedoch nicht. Aber wenn weiter gebohrt wird, kann es durchaus wieder dazu kommen.»

«Das war etwas Einmaliges»

Er sei durch das Erdbeben aufgewacht und habe Angst gehabt, sagt Murat Coskun. Dennoch steht er weiter hinter dem Geothermieprojekt: «Wenn die Behörden zum Schluss kommen, dass es sicher ist, sollen sie mit den Bohrungen weitermachen.» Wichtig sei jedoch, sie so lange einzustellen, bis der Grund für das Beben untersucht sei. An weitere Beben glaubt Coskun nicht: «Ich denke, das war etwas Einmaliges.»

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