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Braver und strikter

Der Jugendkulturraum Flon feiert sein 20-jähriges Bestehen. Seit 1997 haben sich nicht nur die Räumlichkeiten geändert, sondern vor allen Dingen die Jugendlichen.
Christoph Renn
Die Jugendlichen konnten am Samstagnachmittag beim Flon Graffiti anbringen. Am Abend wurde dann abgetanzt. (Bild: Urs Bucher)

Die Jugendlichen konnten am Samstagnachmittag beim Flon Graffiti anbringen. Am Abend wurde dann abgetanzt. (Bild: Urs Bucher)

Christoph Renn

christoph.renn

@tagblatt.ch

Der Jugendkulturraum Flon hat sich in St. Gallen etabliert. Seit 20 Jahren können sich hier Jugendliche ausprobieren, können Kunst und Musik machen und geniessen. Die Idee hinter dem Projekt ist noch dieselbe wie zu Gründungszeiten: Die Jugend soll einen eigenen Raum haben, in dem sie die Regeln bestimmt. Und die Nachfrage ist grösser denn je. «Noch nie hatten wir so viele Jugendliche, die aktiv in der Betriebsgruppe mitarbeiten», sagt Donat Richiger vom Jugendsekretariat.

Begonnen hat die Geschichte des Flon im Jugendkafi an der Katharinengasse 16. Schnell wurde klar, dass der Raum zu klein war. Die Stadt bot Hand, und ein Platz an der Davidstrasse wurde gefunden. «Es war jedoch mehr eine Baracke, als ein Jugendkulturraum.» Später zügelte der Flon eine Türe weiter. Heute ist der Jugendkulturraum zwar immer noch an der Davidstrasse, jedoch nochmals eine Türe weiter. Mit Grund. «Wir verfügen seit einigen Jahren zusätzlich über Ateliers, die Jugendliche punktuell nutzen können», sagt Richiger.

Teenager machen die Regeln selber

Räumlich hat sich der Flon in den 20 Jahren stetig weiterentwickelt. Doch gleich geblieben sind einige Themen, welche die Jugendlichen beschäftigen. Geändert hat sich jedoch der Umgang damit. «Die heutigen jungen Menschen sind ruhiger und strikter in den Regeln geworden, die sie selber formulieren», sagt Richiger. Revolutionäre und Hausbesetzter gebe es kaum mehr. Ein Thema bleibe der Alkoholkonsum. Die Jugendlichen bestimmen die Regeln selbst, ob sie beispielsweise hinter der Bar Alkohol konsumieren dürfen. Die Regeln sind strenger als auch schon. «Wir stehen als Beobachter und zur Sicherheit zur Seite», sagt Menno Labruyère vom Jugendsekretariat. Doch sei eine Veränderung im Konsumverhalten allgemein zu beobachten. Wie mit den selber auferlegten Verboten und Regeln umgegangen wird, hängt jeweils von der Gruppe ab. Momentan sei die Betriebsgruppe sehr aktiv und wolle Fehltritte von Anfang an verhindern, sagen Donat Richiger und Menno Labruyère.

Die Jugendlichen sind das Herz und die Seele

Wie und ob es den Flon in 20 Jahren noch gibt, steht offen. «Es kommt immer auf die Jugendlichen an», sagt Richiger. Sie sind das Herz und die Seele des Jugendkulturraumes.

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